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Wettkämpfe Saison 2010/2011



Donnerwetter: Hanna Deutsche Meisterin über 500 Meter im Short Track

Donnerwetter: Hanna Deutsche Meisterin über 500 Meter im Short Track

Deutsche Meisterin Short Track: Hanna Gschwendtner

Trainer Leger „platt“

Von einen historischen Erfolg sprach DEC Inzell Trainer Danny Leger nach dem Auftritt seines Schützlings Johanna Gschwendner bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften und 500Meter Junioren Shorttrack Meisterschaften. Johanna Gschwendner sicherte in der Altersklasse 14/15 den Titel über 500 Meter. „Damit ist sie die erste deutsche Meisterin in der jungen Shorttrack-Geschichte des DEC“, freute sich Danny Leger. Mit insgesamt 12 Sportlern waren Danny Leger mit Betreuerin Vroni Hallweger zu den Titelkämpfen nach Oberstdorf angereist. Damit war der DEC Inzell drittgrößtes Team bei den Meisterschaften, was nach Worten Legers ein Beweis der steigenden Qualität dieser Sportart beim DEC ist. „Das ist auch der guten Trainerarbeit in den unteren Nachwuchsgruppen geschuldet“, meinte der Trainer. Ausgelaufen wurden in Oberstdorf die Klassen 11 bis 13, 14/15, 15/16, und 16 bis 19. Bei den ganz Jungen waren jeweils drei Mädchen und Buben des DEC am Start. Dabei erreichten Johannes Holzner den fünften-, Markus Salzinger den siebten- und Michael Wels den 12. Platz. Hierbei war im Mehrkampf die Leistung Holzners mit dem 3. Platz über 666 Meter hervorzuheben. Bei den Mädchen kamen Melanie Schwabl als 12., Anita Dumberger als 14. und Annalena Plereiter als 15. in die Mehrkampfwertung.

In der AK14/15 überstrahlte der Sieg von Johanna Gschwendner alles, zusätzlich hatte sie aber auch noch gute Chancen auf den zweiten Platz im Mehrkampf. „Leider wurde sich meiner Meinung nach, durch zwei völlig falsche Schiedsrichterentscheidungen um ihre Chance gebracht“, kritisierte Leger das Geschehen. Letztendlich wurde Gschwendner Vierte, dazu kam Lena Hochreiter über 500 Meter in dieser Klasse noch auf den dritten Platz. Und in der Gesamtwertung reichte es trotz Sturzpech noch zum sechsten Rang. Maja Finke mit dem 10. Platz rundete das gute Ergebnis in dieser Altersklasse ab. Bei den Buben erreichte Florian Becker in der AK14/15 den 10. Rang in der Gesamtwertung.

Bei den 16-19jährigen waren die erste 16 Jahre alten Mona Geisreiter und Joel Dufter am Start. Laut Danny Leger zeigte Mona Geisreiter die besten Shorttrack-Rennen ihrer bisherigen Karriere und konnte sowohl über 500 Meter als auch im Mehrkampf den fünften Platz erobern. Joel Dufter hatte an beiden Wettkampftagen mit Materialproblemen zu kämpfen und verzeichnete zwei Stürze in den ersten zwei Rennen. Danach fing er sich wieder und landete über 500 Meter auf Rang 3. In der Endabrechnung reichte es zum fünften Gesamtrang. „Als Trainer geht für mich eine erfolgreiche Saison zu Ende, die jungen Sportler haben über die ganze Saison einen tollen Job gemacht und ich bin sehr stolz auf meine Athleten“, so das Fazit des Trainers.

Ergebnisse


Gute Platzierungen beim MEV Pokal in München

Gute Platzierungen beim MEV Pokal in München

Mit guten Ergebnissen sind die jungen Inzeller Kufenflitzer vom Internationalen MEV Pokal aus München heimgekehrt. Mit drei ersten-, fünf zweiten- und zwei dritten Plätzen schnitten die von Gitta Heimerl betreuten Sportler ein optimales Ergebnis. Über zwei Tage wurden drei Strecken (100/300/500) gelaufen und einige Sportler schafften es bei strahlendem Sonnenschein auf der Münchner Freiluftbahn ihre Zeiten noch einmal zu toppen, die zuvor bei den Bayrischen Meisterschaften in der Inzeller Max Aicher Arena erreicht hatten. In der AK8 konnte sich Julia Schwabl den Sieg vor Indira Widnyana sichern. Bei den Buben kam Maxi Geppert auf den zweiten Rang. In der AK10 konnte sich Josephine Heimerl den ersten Platz erobern und Susanne Becker kam gleich dahinter auf den zweiten Platz. Ganz in der Hand der Inzeller war das Podest in der AK13, hier siegte Eva Kastenbauer vor Theresa Rückerl und Lisa Dufter. Letztere musste allerdings am zweiten Wettkampftag wegen einer Erkrankung passen.

Gute Leistungen in ihren Klassen zeigten auch Marie Saurler und Tamira Brunner. Saurler erkämpfte sich punktgleich mit einer anderen Sportlerin den zweiten Platz, Brunner stand zufrieden auf den dritten Platz. Erwähnenswert ist auch der dritte Platz von Markus Schenk, er trainiert noch gar nicht lange beim DEC Inzell und schaffte es dieses Mal auf das Podest. Wie gut es in den ganz jungen Klassen (AK7 bis 14) bestellt ist, wird auch in der Gesamtwertung des Regio-Cups deutlich. An diesen nahmen neben den Sportlern vom DEC auch Eisschnellläufer aus München, Innsbruck, Ottobrunn und Wörthersee sowie Wörgl teil. Insgesamt erreichten die Inzeller sechs erste-, sechs zweite- und fünf dritte Plätze. Jeweils den Sieg in ihren Klassen trugen Maxi Geppert, Julia Bachl, Josephine Heimerl mit Höchstpunktzahl, Eva Kastenbauer und Henry Lauber sowie Maja Finke davon. Zweite Plätze gab es für Julia Schwabl, Susanna Becker, Melanie Schwabl, Markus Salzinger, Simon Graf und Lena Hochreiter. Und die dritten Plätze sicherten sich Indira Widnyana, Lukas Salzinger, Eva Helminger und Marie Saurler sowie Johannes Holzner. Laut Trainerin Gitta Heimerl schaffte es eine Reihe weiterer Inzeller Kufenflitzer in die Top 10 und geht voller Elan mit dem Rückenwind der neuen Max Aicher Arena und seinem schnellen Eis in zukünftige Wettbewerbe.

Ergebnisse


Berichte zur Weltmeisterschaft 2011

Berichte zur Weltmeisterschaft 2011

Eishalle feierlich eröffnet

Eine Revue – Essent ISU Einzelstrecken-WM in Inzell

Niederlande mit 13 Medaillen in 12 Wettbewerben
OK-Chef Graf: „In 1-2 Jahren rekordträchtige Hallenbahn“

Inzell (pps) Der niederländische Eisschnelllaufsport präsentierte sich bei den Essent ISU Einzelstrecken-Weltmeisterschaften in Inzell unbestritten als die Nr. 1. Aus zwölf Wettbewerben holten die holländischen Kurven-Cracks 13 Medaillen (4-5-4). Mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen war Ireen Wüst die „Queen von Inzell“ und sicherte sich aus dem Preisgeld-Topf des Welt-Verbandes ISU knapp 10.000 US-Dollar. Die ISU hatte insgesamt 144.000 US-Dollar für diese WM ausgeschrieben.
Die DESG als WM-Gastgeber war in ihrer Erwartungshaltung von vier Medaillen ausgegangen – fünf sind es letztlich geworden. Die Berlinerin Jenny Wolf krönte ihre persönliche Bilanz mit dem vierten Gold in Folge über 500 m.
Hochzufrieden war aber auch die Inzeller Organisation als Ausrichter der WM mit ihrem 13. internationalen Championat seit 1969 – dem ersten allerdings unter einem Hallendach. Die neue „Max Aicher Arena“ war an allen vier Wettkampftagen mit jeweils rund 6000 Zuschauern täglich restlos ausverkauft. „Wir konnten die Kartennachfrage bei weitem nicht erfüllen.
Das Interesse war noch nie so groß wie für diese WM“, resümierte OK-Chef Hubert Graf.
Auch über das Fernsehen konnten Inzell und der Eisschnelllaufsport einen Erfolg verbuchen. Das ZDF als Host Broadcaster verzeichnete am Samstag einen Marktanteil von 21,1 Prozent mit 2,36 Millionen Zuschauern an deutschen Bildschirmen.
Bis auf „kleine menschliche Pannen“ wie bei den Siegerehrungen, so Graf, habe es keine organisatorischen Beeinträchtigungen gegeben. Im Gegenteil:
Die technischen Voraussetzungen für die Athleten aus 23 Nationen waren nahezu optimal. Graf: „Wenn wir etwas mehr Erfahrung für das Zusammenspiel von Heizung und Lüftung in der Halle gewonnen haben, wird man in Inzell auch noch bessere Leistungen sehen, als wir sie schon bei dieser WM erlebt haben. Ich denke, in ein bis zwei Jahren werden wir wieder eine rekordträchtige Bahn anbieten können“, glaubt Graf. 10.000-m-Weltmeister Bob de Jong (Niederlande) gab bei seinem Triumph schon einen ersten Hinweis darauf, dass Rekorde in Inzell vor allem auf den längeren Strecken keine Utopie bleiben müssen.
Zum „Stimmungs-Barometer“ bei den Fans meinte Hubert Graf: „In einer Halle kommt die Stimmung natürlich besser rüber als in einer Freiluft-Arena.“ Bis auf Detailarbeiten in der Halle und vornehmlich an den Außenanlagen, die aufgrund des langen, harten Winters in der Fertigstellung beeinträchtigt worden sind, „steht“ das 36-Millionen-Projekt Max Aicher Arena. „Die WM-Stimmung dieser WM wurde auch maßgeblich durch die tägliche Party-Meile in der Ortsmitte von den Fans mit getragen. Das war zweifellos ein Gewinn für die Veranstaltung“, sagt Graf.

Jenny macht mal Pause

Am Abend nach dem Gold-Triumph von Jenny Wolf hatten die holländischen Fans die deutsche Sprint-Königin entdeckt – und erhielten jedes Autogramm, alle Fotos von und mit der losgelösten Berlinerin. Am nächsten Morgen verabschiedeten die Team-Kollegen der DESG Jenny und ihren Ehemann Oliver Lotze in den Urlaub. „Den habt ihr euch verdient“. Das Paar bleibt im Chiemgau, um in Reit im Winkl einen „sogenannten“ (Oliver) Skiurlaub zu verbringen.
Und dann Jenny? Wie geht es weiter? „So viele Leute haben mir in den letzten Tagen gesagt, wie sie mich vermissen würden… Andere meinten, in diesem Alter solle ich mal was Vernünftiges beginnen.“ Die 32-jährige Berlinerin scheint so kurz nach ihrem vierten Titelgewinn in Serie über 500 m hin und her gerissen. „Jetzt wartet bitte bis Juli ab, dann könnt ihr mich auf eine Entscheidung festnageln“, verabschiedete sie die Reporterschar beim letzten Interview in Inzell.
Wolf weiß, wie mit Rückschlägen zu leben ist. „Ich hatte seit März hart trainiert, auch oft alleine, und neue Dinge koordinativ erarbeitet. Das hat viel Kraft gekostet. Und wenn man so ist wie ich, nachdenkt und zweifelt, war das kein Spaziergang.“ Aber die Gewissheit, „den Jüngeren gezeigt zu haben, dass es auch ohne einen Angang von 10,1 sec. geht, gibt Zuversicht.“
Bundestrainer Thomas Schubert wollte auch „nicht groß analysieren.“ Für ihn war sein Schützling „mental die Stärkste. Und die Reife siegte nochmals vor der Jugend.“ Das hatte der erfahrene Coach so souverän auch nicht erwartet und es dauerte einige Zeit, bis sein Puls nach dem Rennen vor 5000 begeisterten Zuschauern wieder im Normalbereich lag. Rückblickend weiß das Team Schubert/Wolf: „Dies war das beste Rennen der ganzen Saison.“ Und zwar zur richtigen Zeit.

Der letzte D-Zug von Inzell

Fünf Medaillen für den Gastgeber („damit sind wir zufrieden“, so Chef-Bundestrainer Markus Eicher) – mehr als prognostiziert und erwartet. Ein neues Mekka für den Sport erlebte seine Feuertaufe mit güldenem, silbernem und Bronze-Glanz. Dass der Ab-schluss einem schon abgeschrieben geglaubten Routinier-Team vorbehalten blieb, passte zu den emotionalen Momenten im Chiemgau, ganz im Süden der Republik, zwischen Altschnee-Häufen und Frühlingssonne. Platz 4 für die Herren-Staffel, vor Jahresfrist in Vancouver nicht qualifiziert. Hinter den USA, Kanada und Holland flirtete das Trio Robert Lehmann, Tobias Schneider (für den erkrankten Patrick Beckert) und Marco Weber sogar mit dem Treppchen. „Was will man mehr nach diesem Ausfall? Die Jungs haben wirklich das Maximale erreicht, Norwegen und Russland hinter sich ge-lassen“, die Reaktion von Co-Bundestrainer André Unterdörfel.
Außenstehende assistiertem dem Trio einen Lauf „mit Herz“. So kam die Performance rüber: wie aus einem Guss, homogen. Größere Namen in den Schatten stellend.
Hinterher zeigten die schnellen Männer selbst Gefühle. „Das ist mein Abschied – und dies bei der Heim-WM. Die gute Zeit hatte sich schon im Training abgezeichnet und wir drei kennen uns, seit es den Team Pursuit gibt“ (Tobias Schneider). Über das Ende seiner Karriere aber diskutierte der Berliner nicht. „Ich Sommer schließe ich mein Studium ab, dann beginnt eine ganz neue Herausforderung“, so der 29-Jährige, 2006 zum „Kufenflitzer des Jahres“ erkoren, der im vergangenen Frühjahr mit Auslandsstu-dium in England die Basis für seine weitere Ausbildung gelegt hatte.
Marco Weber will „bald“ entscheiden, ob sich die Kufenjagd fortsetzt. Platz 4 gelang dank zwei Schluss-Powerrunden von Marco. „Keiner hätte das gedacht, André (Unter-dörfel) aber hatte uns gut trainiert, genau die richtige Taktik ausgearbeitet, doch jetzt geht es mir schon nahe, dass sich einige Wege trennen.“
Für Robert Lehmann steht die Ampel auf Grün. Im letzten Lauf des Jahres verpasste er dem Vordermann einen sanften Schub, der bis über die Ziellinie reichte. „Wir konn-ten uns aufeinander verlassen, für mich bedeutet diese Plazierung auch Motivation für die Zukunft auf dem Eis.“
Servus Inzell sagte, sichtlich angetan, auch DOSB-Chef Dr. Thomas Bach, der von einer „sowohl freundlichen wie funktionalen Halle“ schwärmte und sich zwischendurch die neuesten Erfolgsmeldungen vom Biathlon aus Kanty Mansysk übermitteln ließ. „Das war ein erfolgreicher Winter für unsere Sportler“ lautete sein Saisonfazit. Die deutschen Eisschnellläufer trugen ihre Scherflein dazu bei.

Bronze für die Damen

Da strahlten drei DESG-Damen um die Wette. Stephanie Beckert, Isabell Ost und Claudia Pechstein gewannen zum Abschluss der Einzelstrecken-WM Bronze. Großes Kino versprach das Team-Pursuit-Spektakel, live in der Max-Aicher-Arena sorgte es für erhöhten Puls – auch bei den Zuschauern. Die Kanadierinnen mit Christine Nesbitt, Britanny Schüssler und Cindy Klassen legten eine ganz harte Nuss vor: 2:59,74 Minuten, elf Sekunden schneller als die US-Girls – eine Zeit, die kein Team zu knacken imstande sein sollte. Auch nicht die favorisierten Niederländerinnen, die in der Besetzung Ireen Wüst, Diane Valkenburg und Marrit Leenstra antraten, aber schon beim Start nicht hundertprozentig harmonierten. Die letzte Runde lief Wüst, mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen Hauptdarstellerin dieser WM, im Alleingang, ihre Kameradinnen retteten sich in 3:00,43 min ins Ziel und einen Vorsprung auf das Team Germany (3:01,82). Vierter wurde Japan, Fünfter Norwegen.
„Eine tolle Mannschaftsleistung mit einem beeindruckenden Endspurt“, befand ein begeisterter DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach und freute sich über das „sportlich wie menschlich gutes Ergebnis“. „Es war wie immer“, erklärte Stephanie Beckert strahlend in der engen Mixed Zone, „anfangs mussten mich die anderen mitnehmen, dann haben Claudia und ich die Runden gemacht. Wir haben sehr gut harmoniert, uns unterwegs abgesprochen und deshalb kam die Medaille dabei heraus.“
Dabei kam das Trio nur zäh auf Touren. „Das war so abgesprochen“, berichtete Isabell Ost, die den Zug vom Start weg anführte. „Dann kam das Okay von Steffi über Claudia an mich, dann ging die Post ab.“ Einen beinahe beängstigenden Rückstand knabberte das Power-Trio im Halbrundentakt auf letztlich zwei Sekunden gegenüber Kanada ab. „Vor dem Start war ich sehr aufgeregt“, berichtet „Isi“. „Die anderen zwei haben mich aber beruhigt. Das sind echt Super-Mädels und wir waren ein tolles Team.“ Stephanie Beckert, mit einer Silber- und zwei Bronzemedaillen geschmückt, blickte schon in die Zukunft: „Wir werden weiter daran arbeiten. Aber jetzt mache ich erst mal zwei Wochen Urlaub.“
Claudia Pechstein, die ihre zweite Bronzeplakette innerhalb von zwei Tagen gewann (5000 m), meinte abgekämpft: „Diese Medaille hat keiner erwartet. Entscheidend war unsere Konstanz. Wir haben es schön spannend gemacht. Mein Traum hat sich schon gestern erfüllt, jetzt freue ich mich auch für Isabell.“ Über den bronzeglänzenden Abschluss einer großartigen Weltmeisterschaft.

Jenny einsame Spitze – Judith Fünfte

Die „37“ verdeutlichte den Unterschied zwischen Jenny Wolf und dem Rest der Sprint-Welt. Die Berlinerin stürmte als Einzige mit Zeiten unter der magischen Marke ins Ziel, verbesserte ihre 37,98 sec aus dem „ersten Gang“ sogar noch um zwei Hundertstel und wurde souverän Champion – zum vierten Mal in Folge auf dieser Strecke, das schaffte vor ihr noch keine. Im Trubel um die alte, neue Weltmeisterin ging fast ein bisschen unter, dass Judith Hesse die beste Saison ihrer Karriere mit einem grandiosen Platz 5 krönte, nur noch besiegt von Olympiasiegerin Sang-Hwa Lee (Korea, Silber), Beixing Wang (China, Bronze) und Annette Gerritsen (Niederlande, 4.). Für Monique Angermüller endete die WM, wie sich ein roter Faden durch ihre Saison zog: unglücklich.
Erhard Keller, der vor genau 40 Jahren in Inzell Sprint-Weltmeister wurde, zollte Jenny schon nach dem ersten Rennen Respekt. „Da kann fast nichts mehr schief gehen, zumal sie jetzt auf der besseren Bahn läuft.“ So kam es dann auch. „Ich kann das noch gar nicht verarbeiten“, schnaufte Jenny Wolf nach getaner Arbeit erst einmal tief durch. „Zuletzt war ich nicht mehr so souverän wie gewohnt und musste lernen, mit kleinen Rückschlägen zu leben. Für einen Menschen wie mich, der viel nachdenkt und schnell mal zweifelt, ist das nicht einfach.“ 10,3 und 10,2 zeigte die Anzeige nach ihren Angängen an, natürlich Bestzeiten. Und ihre Rennen zog sie vom Start weg fehlerfrei durch. Während die Konkurrenz sich kleine „Ausreißer“ leistete.
Wie ausgetauscht gegenüber dem etwas enttäuschenden 1000-m-Rennen am Vortag, präsentierte sich Judith Hesse, die nach einem guten ersten Durchgang (38,50 sec, Platz 6) die 5000 Zuschauer überraschte – und am meisten sich selbst: 38,13, ein grandioser Lauf und, Überraschung, persönliche Bestleistung, schneller als auf der Höhenbahn in Calgary! „Das passte von vorn bis hinten und ist die Krönung einer herausragenden Saison“, jubelte der zierliche Eis-Blitz. „Jetzt freue ich mich auf die kommenden Jahre und auf Sotschi 2014“, so die strahlende Erfurterin. Die düst jetzt erstmal mit ihrem Freund Norman für drei Wochen in Urlaub, Sonne tanken: Java, Bali und Malaysia stehen auf dem Programm.
Urlaub macht auch Monique Angermüller, „aber die Schmerzen werden mich begleiten. Das war der Schlusspunkt hinter einem üblen Jahr“, fasste Monique Angermüller ihr (einziges) 500-m-Rennen zusammen. „Mein Schuh ist gebrochen, der Sturz, jetzt eine Rippenprellung – symptomatisch.“ Als enttäuschte Zuschauerin verfolgte sie, wie die Konkurrenz um die Platzierungen kämpfte, wie Judith Hesse und Jenny Wolf am Ende um die Wette jubelten.

Nur acht Hundertstel fehlten Nico

Unter 35 Sekunden wollte Nico Ihle in Inzell erstmals laufen. Sind 35,07 (im zweiten Durchgang über 500 m) und am Ende Platz 13 also eine Enttäuschung? Nein, der starke Mann hatte sein Lächeln bald wieder gefunden. Und analysierte, was in der Panorama-Halle im Chiemgau widerfahren war, wo Sprint-Weltmeister Kyou-Hyuk Lee (Korea) vor Joji Kato (Japan) und Jan Smeekens (Niederlande) die Medaillen abräumten. „Ich musste vor meinem Start im ersten Lauf rund vier Minuten aufgrund einer Eis-Reparatur warten. Das ist mir nun schon mehrfach in diesem Winter passiert. Da ist die erste Anspannung weg, du lässt ein paar Zehntel liegen.“
Passiert, abgehakt. Nach dem „Tee“ trumpfte der Chemnitzer auf. „34,9 Sekunden waren möglich, es hat nicht ganz gereicht, immerhin war ich im Zweiten unter den Top Ten.“ Das macht einen Ihle nur noch heißer. Andächtig lauschte er der deutschen Nationalhymne zu Ehren von Jenny Wolf – und gab dann zu Protokoll: „Ich war während der Saison oft nur eine Zehntel hinter Smeekens. Alles optimal, wäre hier Rang 8 möglich gewesen. Aber nun weiß ich, dass ich dazu gehöre, das ist eine neue Erfahrung. Nun geht es erst richtig los.“ Zusammen mit Bruder Denny. Von den Brothers ist noch einiges zu erwarten…

Marco Weber: Top Acht

10.000 Meter, 25 Runden – für das eislaufbegeisterte niederländische Publikum gibt es nicht viel Schöneres, um ihre Helden (und auch ein bisschen sich selbst) pro Lauf fast eine Viertelstunde lang zu feiern. Schon gar nicht, wenn bei der Siegerehrung zwei ihrer Helden aufs WM-Treppchen von Inzell klettern. Bob de Jong war – wie bereits über die halb so lange Strecke – eine Klasse für sich, marschierte in der Schlussphase seines Laufs in 30er, manchmal 29er-Rundenzeiten und gewann mit 12:48.20 Minuten. Ebenfalls unter der „magischen“ 13er-Marke blieb sein Landsmann Arjen van Kieft, der aber wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert wurde. So war der Weg frei für den „Doppel-Bob“, denn Bob de Vries konnte sich im letzten Lauf an den Konkur-renzmarken orientieren und lief zu Silber (13:04.62). Bronze gewann der Russe Ivan Skobrev (13:08,17).
Mit dem Fluch des frühen Starts gingen die Deutschen ins Rennen. Patrick Beckert musste wegen seiner Erkältung passen, für ihn kam Alexej Baumgärtner zum Zug und in starken 13:40,74 min auf Platz 14. „Ich bin noch keinen einzigen Weltcup in der A-Gruppe gelaufen und jetzt bei der WM dabei zu sein, ist ein schöner Bonus auf eine gute Saison. Im Herbst hätte ich nicht davon geträumt, hier zu laufen“, so Baumgärt-ner, der sich nun mit Hochdruck auf seine Prüfungen zum Medizinstudium vorbereitet. „Die Hochschule gewährte mir Aufschub, aber jetzt wird es Zeit. Nächsten Winter will ich dann von Beginn an in die A-Gruppe laufen, jetzt bin ich auf den Geschmack ge-kommen.“
Als Elfter in 13:33,86 Minuten verpasste Moritz Geisreiter in seiner Heimatgemeinde sein Ziel Top-Ten zwar, schrammte um sieben Hundertstel an Platz 10 vorbei. „Eine knappe Kiste, leider. Aber ich bin zufrieden mit meinem Rennen, mit der Zeit. A bissl aufgeregter als sonst war ich am Start.“ Am Montag düst der Inzeller nach Calgary, wo er seine Bestzeiten auf dem Höhen-Eis drücken möchte. Alle Achtung: Marco We-ber landete auf Platz 8, ballte nach einem starken Rennen (13:26,84 min) die rechte Faust. „Salt Lake war das wichtigste Rennen und ich habe die Form erfolgreich herüber gerettet. Topfit fühlte ich mich nicht, denn es war eine stressige WM-Woche. Im

Eishalle im Ausnahmezustand

„Wir haben unsere neue Arena mit diesem Tag und den Leistungen von Stephanie und Claudia glanzvoll eingeweiht“, fand DESG-Präsident Gerd Heinze nach einem histori-schen Samstag für seinen Verband die richtigen Worte zum Ergebnis über 5000 m. Platz 2 für Stephanie Beckert, Dritte Claudia Pechstein – hinter der überragenden tschechischen Olympiasiegerin Martina Sáblíková. Die Halle tanzte für die Medaillen Nr. 2 und 3 für die deutschen Eisschnellläufer. „Man kann vieles planen, aber nicht, dass zwei Generationen über die gleiche Strecke auf dem Treppchen stehen“, so Sportdirektor Günter Schumacher.
6:54,99 Minuten im letzten Lauf brachten Stephanie Beckert vor über 5000 Zuschau-ern, darunter DOSB-Chef Dr. Thomas Bach, bereits das zweite Edelmetall. Nun winkt – gemeinsam – beim abschließenden Team Pursuit sogar das Triple. Das wäre die nächste WM-Geschichte mit Lorbeerglanz. „Es macht mich stolz, als Aushängeschild für den Verband zu gelten“, antwortete die 22-jährige Thüringerin in der Mixed Zone auf eine entsprechende Medienfrage. „Aber ich werde dafür weiter hart arbeiten, nach der Saison versuchen, meinen Rücken hinzubekommen – und dann heißt das Fernziel Sotschi.“ Anschließend ging‘s auf das Fahrrad, zur Dopingkontrolle, den Pressekonfe-renzen. Der normale Parcours der Erfolgreichen.
Claudia Pechstein hätte die ganze Welt umarmen können. Sie begann bei Partner Matthias Große, Coach Achim Franke, aber auch das vor Rührung weinende friesische Muttchen nahm sie in den Arm. Und vergoss mit eine Träne. „Meine schönste Bron-zemedaille, ein Traum ging in Erfüllung.“ Nach zweijähriger Sperre und extrem kurzer „Gewöhnungszeit“ an Wettkampf-Eis: die Rückkehr von Claudi gleicht einer unglaubli-chen Mär.
Chef-Bundestrainer Markus Eicher stand noch vor der Siegerehrung mit zwei deut-schen Fahnen zum TV-Interview bereit, auch für das ZDF hatte sich die Entscheidung, zu ungewöhnlicher Nachmittagszeit live zu übertragen, ausgezahlt. Vieles stimmte am 12. März 2011 – nun soll der Drive des Medaillen-Paares die Sprint- und Staffel-Entscheidungen am Final-Sonntag beflügeln. Bundestrainer Stephan Gneupel aber blieb es vorbehalten, die aufkommende Euphorie in die richtigen Bahnen zu lenken. „Auch Bronze ist im Teamwettbewerb fast unerreichbar. Hinter den Niederlanden, Norwegen, Kanada, Russland.“ Sein Motto, auf dem Boden resp. auf dem Eis zu bleiben: sicher nicht die schlechteste Devise.

Vorfreude auf nächsten Winter

„Wenn der Wurm erst mal drin ist…“ Monique Angermüller machte aus ihrem Herzen keine Mördergrube, die Berlinerin war mit Platz 13 (1:17,33 min) „natürlich unzufrie-den. Selbst wenn nur vier Hundertstel zu den Top-Ten fehlten. Im Rückblick muss ich zugeben, es war ein verdammt schlechtes Jahr.“ Krankheiten ließen einen konstanten Formaufbau nie zu. „Aber das Laufen macht mir auch jetzt noch viel Spaß, deshalb freue ich mich auf die 500 Meter morgen. Vielleicht geht da ja noch was.“ Auch Gab-riele Hirschbichler hatte sich bei ihrem Heimspiel mehr ausgerechnet als Platz 20 (1:18,03), strahlte dennoch „über die tolle Stimmung in der Halle. Leider ist mir hinten raus der Dampf ausgegangen. Jetzt genieße ich noch die WM-Atmosphäre und dann mache ich mir Gedanken, wie ich im nächsten Jahr noch schneller werde.“
„Offensiv angegangen, aber nach Hause hat’s etwas länger gedauert…“ analysierte Judith Hesse ihr 1000-m-Rennen. Platz 14 (1:17,35) – die zierliche Erfurterin nahm, wie üblich, kein Blatt vor den Mund: „Ziel verfehlt, ich wollte unter die Top-10, und das ist auch morgen auf den 500 Metern das, was ich schaffen will. Vielleicht gibt es einen versöhnlichen WM-Abschluss.“ Das 1000-m-Rennen dürfte ihr Mut machen, denn bis zur Schlussrunden-Glocke „lief es sehr gut. Ich habe alles versucht, war in dieser Saison nie so schnell auf dieser Distanz. Es war das beste Jahr meiner Karriere, mit sehr soliden Läufen und ich freue mich schon jetzt auf die nächste Saison.“
Als Ireen Wüst zweieinhalb Runden lang von Hollands Fan-Scharen nach vorn gebrüllt wurde, schien es, als ob die Supersportlerin aus Tilburg ihre dritte Goldmedaille holen würde. 1:15,42, die mit Abstand schnellste Zeit, an die auch Margot Boer nicht her-ankam. Doch im letzten Paar stand Christine Nesbitt auf dem Eis, die Kanadierin, die nach drei bärenstarken Weltcup-Monaten zuletzt allerdings etwas Tempo heraus nahm. Ihre US-Konkurrentin Heather Richardson legte das Tempo vor, ruderte wild mit ihren langen Armen, doch Christine Nesbitt lief ihr Rennen. Wie immer technisch sauber, gut eingeteilt, drückte in der letzten Runde auf die Tube und gewann in 1:14,84 Minuten. „Die ideale Mischung aus Geduld und Aggressivität“, ihr Fazit. Richardson wurde Dritte mit nur drei Hundertstel Rückstand auf Wüst. Der Oranje-Jubel fiel für einen Moment etwas gedämpfter aus.


Vision Ice – Förderverein für Nachwuchs gegründet

Vision Ice – Förderverein für Nachwuchs gegründet

Gründungsmitglieder (es fehlt W. Hess)

Den Schwung der Eisschnelllauf Weltmeisterschaft in der Inzeller Max Aicher Arena will der neue Förderverein „Vision-Ice“ nutzen, um für seine Idee viele Förderer und Mitglieder zu gewinnen. 20 Gründungsmitglieder trafen sich dazu kurz vor Beginn der WM, um mit dem Verein junge Eisschnellläufer und Shorttracker am Stützpunkt in Inzell finanziell unter die Arme zu greifen Dazu hatten sich die jungen Kufenflitzer des DEC Inzell bei den Wettkämpfen direkt am Eingang zur VIP Tribüne platziert, dabei verteilten sie Flyer an die Besucher und erklärten ihnen auch die Ziele des Vereins. „Eine gute Sache“, sagte Roxanne Dufter, eine aus der Talentschmiede des DEC. Die 19jährige gilt neben Hubert Hirschbichler als eines der vielversprechenden Talente des Vereins. „Wir wollen einen stabilen Grundstock an Mitgliedern“, sagte der Vorsitzende von „Vision-Ice“, Inzells 3. Bürgermeister Siegfried Walch. Ihm zur Seite stehen Robert Hochreiter und Markus Geppert als seine Stellvertreter. „Wir sehen einen großen Zuspruch durch die WM“, freut sich Walch. Als erstes seiner Ziele sieht er die finanzielle Belastung der Eltern von bisher 500 Euro für ein Eisschnelllaufendes Kind auf 250 Euro durch die Einnahmen aus dem Förderverein zu drücken. „Viele Nachwuchssportler bringen Kaderleute und damit helfen wir den Standort Inzell zu sichern“, so die Rechnung von Walch. Denn die Zukunft Inzells hängt besonders von der Zahl der Kadersportler ab, nur dann fließen Fördergelder. Unterstützt sollen die Sportler und deren Eltern unter anderem bei der Materialbeschaffung, Trainingsmaßnahmen aber auch im schulischen Bereich. Die bekanntesten Eigengewächse aus der Talentschmiede des DEC Inzell sind Anni, Agnes und Jan Friesinger. Danach waren es Sportler wie Gabi Hirschbichler und Moritz Geisreiter, die sich zuletzt sogar einen Startplatz bei ihrer Heim WM erkämpfen konnten. „Ich glaube dieser eingeschlagene Weg ist gut“, hofft nun Walch. Auf der Internetseite www.Vision-Ice.de finden Interessierte auch ein Aufnahmeformular. Vorgesehen ist von Privatpersonen ein Mindestjahresbeitrag von 30 und bei Unternehmen von 100 Euro.

www.vision-ice.de


Inzell bebt – WM Eröffnungsfeier

Inzell bebt – WM Eröffnungsfeier

Tolle Eröffnungsfeier

Tausende dabei

Das hat Inzell bisher nicht erlebt: Tausende von Menschen bei der Eröffnungsfeier zur WM 2011. Vor der Hauptbühne in der Fanmeile drängten sich Menschen vieler Nationen, um die Sportler aus 24 Nationen zu begrüßen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Holland, Norwegen und Deutschland waren mit großen Delegationen vertreten. Vorneweg jeweils einer unserer DEC Nachwuchsflitzer, besonders stolz Maxi Geppert, der die deutsche Fahne trug. Die Eröffnungsfeier, gekonnt moderiert von Pino Dufter, beeindruckte Sportler, Offizielle und die vielen Zuschauer gleichermaßen. In kurzen Ansprachen begrüßten Bürgermeister Martin Hobmaier und Landrat Hermann Steinmaßl die Gäste aus dem In- und Ausland. ISU – Präsident Ottavio Cinquanta zeigte sich erfreut die stimmungsvolle Eröffnung. Besonders beeindruckten die vielen jungen Menschen, denen er auf Englisch zurief: „Eisschnelllaufen ist der schönste Sport – auch für euch!“ Auf der Bühne auch DESG Präsident Gerd Heinze und der Namensgeber und Sponsor der „schönsten Halle“ der Welt, Max Aicher.

Markus Eicher, Monique Angermüller, Jenny Wolf und die Lokalmatadoren Gabi Hirschbichler und Moritz Geisreiter standen Pino Dufter zu kurzen Interviews zur Verfügung. Sehr zur Freude der jungen DEC-Kufenflitzer, die als Fahnenträger auf der Bühne standen, erhielten sie von Jenny Wolf eine Autogrammkarte persönlich überreicht.

Wir wünschen dieser sympathischen Sportlerin, dass ihr Wunsch, „nach den 500 Metern zweimal erste zu sein“ in Erfüllung geht und sie als Weltmeisterin aus Inzell weg fährt. Auch allen anderen deutschen Kufenflitzer drücken wir die Daumen auf gute Ergebnisse. Für Gabi Hirschbichler und Moritz Geisreiter hoffen wir natürlich, dass sie möglichst weit vorne mitlaufen. Der von Pino eingeübte „Muh-Schlachtruf“ wird euch in der Halle unterstützen.


Inzeller erfolgreich bei Bayerischer Meisterschaften

Inzeller erfolgreich bei Bayerischer Meisterschaften

Josephine Heimerl

7 Titel und viele Platzierungen

Mit über 40 jungen Kufenflitzern war der DEC Inzell in der heimischen Max Aicher Arena an den Bayrischen Meisterschaften beteiligt. Und diese räumten zur Freude ihrer Trainer und Abteilungsleiter Willi Hess richtig ab. Nicht weniger als sieben Meistertitel blieben in Inzell. „Was ich besonders bemerkenswert finde ist, dass es einige Sportler gibt, die sich richtig toll weiter entwickelt haben und ganz Vorne auftauchten“, so Hess. Er führt dies auf den Trainingsfleiß und der guten Arbeit der Trainer zurück. „Das ist der Grund, warum Inzell wieder einmal ihre „Eisschnelllaufmacht“ in Bayern untermauert hat“, freute sich der Spartenchef. So siegten in der AK10 Josefine Heimerl vor Susanna Becker und in der AK11 Anita Dumberger sowie in der AK12 Annalena Plereiter vor Melanie Schwabl und Anna Maria Pichler. Voll des Lobes für seine Schützlinge war deshalb Michael Restner: „Die laufen, wie Anita, auch im nationalen Vergleich ganz vorne mit!“ Auch die AK13 war mit Eva Kastenbauer vor Theresa Rückel und Lisa Dufter fest in Inzeller Hand. Gleiches gilt für die AK14 die von Lena Hochreiter vor Johanna Gschwendner und Maja Finke beherrscht wurde.

Bleiben noch die Plätze Zwei und Drei mit Eva Helminger und Julia Schwabl in der AK9 sowie der 3. Platz von Mona Geisreiter in der AK16 und der 3. Rang von Marie Saurler in der AK11. Überwiegend konnten die jungen Inzeller dabei einen großen Teil ihrer Bestzeiten steigern. „Unsere intensive Vorbereitung hat sich gelohnt, zu unserer Freude konnten auch die Verbesserungen in der Lauftechnik im Wettkampf umgesetzt werden“, freute sich Trainerin Gitta Heimerl und lobte die bundesweite Spitzenstellung von Josephine Heimerl in der AK10. Lob gab es aber auch für Marie Saurler, Stefan Mühlberger und Lisa Dufter sowie Clea Zimmermann und Julia Schwabl. Bei den Buben war die Ausbeute ähnlich erfolgreich. In der AK13 siegte Markus Salzinger vor Johannes Holzner und in der AK16/17/18 war Moritz Geisreiter der Klassensieger vor Joel Dufter, der es nicht nur im Shorttrack kann. Erwähnenswert sind auch der zweite Platz von Simon Graf in der AK 14 sowie die dritten Ränge von Stefan Mühlberger (AK11) und Thomas Hallweger bei den jüngsten Startern.

Ergebnisse


Lena Hochreiter Deutsche Vizemeisterin – Bravo Lena!

Lena Hochreiter Deutsche Vizemeisterin – Bravo Lena!

Von Krankheit ausgebremst – Schade Florian!

8 Inzeller Kufenflitzer am Start – alle persönlichen Bestleistungen verbessert

Bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Eisschnelllaufen der Altersklassen 13, 14 und 15 in der Inzeller Max Aicher Arena zeigten sich die jungen Kufenflitzer des DEC Inzell in guter Form. Acht Sportler aus dem Kader von Danny Leger hatten sich dafür qualifizieren können. Eine außergewöhnliche Leistung lieferte Lena Hochreiter in der AK14 ab. Letztendlich erreichte sie den zweiten Gesamtrang, den Grundstein dazu lieferte sie mit einem beherzten letzten Lauf über die 1500 Meter, den sie als Zweitbeste beendete. Zuvor war sie zwei Mal über 500 Meter Dritte geworden, mit 43,10 Sekunden schaffte sie wie über die 1500 Meter (2:18,80 Minuten) eine persönliche Bestzeit. Über die 1000 Meter wurde sie Sechste. „Mit dieser Leistung hat sie ihr Wochenende gekrönt“, lobte Danny Leger ihre couragierte Leistung.

In der AK15 schickte sich Florian Becker an, auf das Podest zu laufen. Auf den ersten drei Strecken erlief er sich zunächst über 500, 1000 und 1500 Meter persönliche Bestzeiten. Aufgrund seiner schlechter werdenden gesundheitlichen Verfassung mit einem grippalen Infekt wurde er vom Trainer aus dem Wettkampf genommen. „Wir wollten gesundheitliche Risiken vorbeugen“, begründete Leger seine Entscheidung den über Eishockey kommenden Sportler über die 3000 Meter nicht starten zu lassen. Pech hatte auch Henry Lauber in der AK14, er musste wegen eines Sturzes im ersten Rennen den Wettkampf vorzeitig beenden. In der AK13 beendete Eva Kastenbauer den kleinen Vierkampf mit dem 21. Platz. Bei den Buben liefen in dieser Klasse Markus Salzinger auf Platz 13 und Johannes Holzner auf den 14. Rang. Pulverisierten allerdings ihre Zeiten um mehrere Sekunden. Bei den Mädchen in der AK14 wurde Johanna Gschwendner Zehnte, Maja Finke kam als 17. in die Wertung. „Alle acht Teilnehmer haben mich überzeugt und eine Reihe von persönlichen Bestzeiten aufgestellt“, lobte Leger seine jungen Sportler.

Bemerkenswert nach Worten von DEC-Eisschnelllauf-Abteilungsleiter Willi Hess die gute Stimmung in der Max Aicher Arena. Die Berliner und Erfurter Teilnehmer waren mit großen Fanclubs angereist und machten mit Trommeln und Tröten und weiteren Instrumenten die Halle wie sonst nur die Holländer zum Tollhaus. Die abschließenden Staffelläufe seien nach Worten von Hess eine Werbung für den Eisschnelllauf auch Dank der Begeisterung der Zuschauer gewesen. Bemerkenswert auch, dass weit über 200 (!) persönliche Bestleistungen erzielt wurden. Dies spricht für das Eis in der Inzeller Halle.
An diesem Wochenende sind rund 40 DEC Flitzer bei der bayerischen Meisterschaft in Inzell erneute am Start. Beginn Samstag 13.00 Uhr und Sonntag 10.00 Uhr.

Ergebnisse AK14_15
Ergebnisse AK13


8 Inzeller Nachwuchsflitzer am Start

8 Inzeller Nachwuchsflitzer am Start

Erfolge im Eisschnelllaufen und Short Track

Mit acht jungen Sportlern wird der DEC Inzell am kommenden Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der AK13 und AK14/15 in der heimischen Max Aicher Arena vertreten sein. Trainer Danny Leger hat dazu in der AK13 Eva Kastenbauer, Johannes Holzner und Markus Salzinger, in der AK14 Lena Hochreiter, Johanna Gschwendner, Maja Finke und Henry Lauber sowie in der AK15 Florian Becker gemeldet. Laut Leger habe man in den vergangenen Wochen ein fast reibungsloses Training abwickeln können, sehe man von den wegen des SAT1 Events bedingten ausfallenden Eiszeiten ab. Dadurch musste seine Trainingsgruppe Ende Januar nach Erfurt ausweichen. Dort nutzten Hanna Gschwendner, Lena Hochreiter, Johannes Holzner und Florian Becker die Gelegenheit, ihre Qualifikationszeiten für die Deutschen Meisterschaften zu schaffen. „Das haben sie auch eindrucksvoll genutzt“, freute sich Leger.

Johannes Holzner und Johanna Gschwendner waren zwischendurch auch bei einem Shorttrack Rennen in Leeuwarden/Holland am Start und konnten gute Platzierungen erringen. Gschwendner wurde über 500 Meter Sechste. Joel Dufter nahm an den Junioren WM-Trails Shorttrack in München teil und wurde dort mit einem siebten Platz belohnt. Anfang Februar ging es für Mona Geisreiter und Vanessa Suneritsch sowie Joel Dufter und Moritz Geisreiter zu den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der AK16-19 nach Berlin. Alle vier Sportler konnten über alle vier Strecken im „Kleinen 4Kampf“ persönliche Bestzeiten aufstellen. Bemerkenswert war dabei der dritte Platz von Mona Geisreiter über 500 Meter.


Gabi Hirschbichler zur Heim WM?

Gabi Hirschbichler zur Heim WM?

Gabi und Roxanne

Roxanne kann es besser

Für die Inzellerin Gabi Hirschbichler rückt ein Start bei der Einzelstrecken Eisschnelllauf Weltmeisterschaft auf ihrer Hausbahn immer näher. Nach dem 12. Platz über 1000Meter beim Weltcup in Moskau, bleibt die 27jährige in den Top10 des Gesamtweltcups und damit auf WM-Kurs. In 1:17,59 Minuten stellte sie dabei eine neue Saisonbestzeit auf. „Es stellt sich als Vorteil heraus, dass sie sich über die 500Meter nicht qualifizieren konnte, nun hat sie die Körner für 1000 und 1500Meter“, sagte Trainerin Marion Wohlrab. Auch über die 1500Meter schaffte Hirschbichler eine neue persönliche Bestzeit (2:00,22) und kam auf den 15. Platz. „Beim nächsten Weltcup in Salt Lake City wird sie deutlich unter zwei Minuten laufen“, so die klare Ansage ihrer Trainerin.

Pech hatte in Moskau Heike Hartmann vom DEC Inzell. Zunächst lief sie über 500 Meter in 39,49 Sekunden auf den 14. Platz, verlegte sich allerdings in der Nacht den Rücken. Dadurch musste sie die zweiten 500Meter mit starken Schmerzen bestreiten und wurde nur 20. Auf die 1000Meter verzichtete Hartmann ganz. Ebenfalls am Start war Moritz Geisreiter der im Vorfeld des Weltcups eine Erkältung hatte und so laut Wohlrab ein paar Körner liegen ließ. So kam er über 5000Meter nach einem guten Start in 6:40,64 Minuten auf den 16. Platz. „Bis 3000Meter war er auf einen guten Kurs, die letzten Runden ging im die Kraft aus“, analysierte Marion Wohlrab das Rennen. Als Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften und der Juniorenweltmeisterschaft diente der Weltcup der Junioren in Baselga di Pine/Italien für Roxanne Dufter. Nach einem Trainingsrückstand kam sie über 1500 Meter (2:08,10 Minuten) auf den neunten Platz, beim 1000 Meter Rennen schaffte sie den 10. Platz (1:23,38 Minuten) und über die 500 Meter (41,97 Sekunden) wurde sie Elfte. “Das kann ich noch besser”, meinte die bald 19jährige nach ihrer Rückkehr aus Italien.


Roxanne beim Junioren Weltcup

Roxanne beim Junioren Weltcup

Roxanne Dufter

Gabi und Hubert Hirschbichler beim Weltcup in Moskau

Die Inzeller Eisschnellläuferin Roxanne Dufter wird am kommenden Wochenende beim Junioren Weltcup im italienischen Baselga di Pine and den Start gehen. Dieser Weltcup dient für die 18jährige als Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften, macht Trainerin Marion Wohlrab deutlich. Am Wochenende hatte Dufter in Klobenstein/Italien einen Wettkampf bestritten, dabei verzichtete sie nach drei Starts auf das letzte Rennen über 1500 Meter. “Marion wollte, dass ich Körner spare”, meinte die 18jährige. Wohlrab bewertete die gelaufenen Zeiten der Sportlerin aus diesem Rennen auch nicht zu hoch, schließlich sei die Deutsche Meisterschaft erst in zwei und die Junioren WM erst in fünf Wochen. Laut der Trainerin habe man im Dezember und Anfang Januar eine Rennpause gehabt und das Hauptaugenmerk auf das Training gelegt. “Sie braucht mindestens noch drei bis vier Rennen, um wieder schnell zu werden”, sagte die Trainerin die am Wochenende bei der Sprint WM in Heerenveen vor Ort war.
Dort nahm sie die Leistungen von Gabi Hirschbichler genau unter die Lupe und stellte der 27jährigen mit ihrem 20. Platz ein gutes Zeugnis aus. “Ihre Stärken liegen eher auf den 1000 und 1500 Metern, da sie auf den 500 nicht zu denen gehört, die die schnellsten Beine haben”, so Wohlrab. “Im zweiten Lauf über die 1000 hat sie mir gut gefallen”, fügte sie hinzu. Gabi Hirschbichler wird nun zum Weltcup nach Moskau reisen und dort über die 1000 und 1500 Meter starten. Mit dabei ist dann auch ihr Bruder Hubert, der als Ersatzmann für das deutsche Team nominiert wurde.


Inzell: Hochburg des (bayrischen) Shorttrack

Inzell: Hochburg des (bayrischen) Shorttrack

Clea Zimmer (2.) und Julia Schwabl (3.)

DEC erfolgreich bei Meisterschaft

Die meisten Teilnehmenden aus Inzell

Ein richtiger Erfolg mit einer guten Stimmung waren die Bayrischen Shorttrack Meisterschaften in der Inzeller Max Aicher Arena. „Tolle Atmosphäre und gute Leistungen unserer Shorttracker“, sagte DEC-Eisschnelllauf-Abteilungsleiter Willi Hess nach der Premiere in der neuen Halle. Besonders Mona Geisreiter und Joel Dufter setzten den Meisterschaften mit ihren Klassensiegen ihren Stempel auf. Mit Vanessa Suneritsch und Moritz Geisreiter wurden in beiden Klassen weitere Inzeller Zweite. „Ich will diesmal gar keinen Sportler persönlich herausheben“, meinte Trainer Danny Leger angesichts der kompakten Leistungen seiner Schützlinge in allen Altersklassen. Darum ging auch die Vereinswertung an den DEC Inzell und das obwohl in Inzell keine Spezialisierung auf Shorttrack gemacht wird. „Wir haben eine duale Ausbildung im Eisschnelllaufen und Shorttrack im Gegensatz zu anderen Stützpunkten“, sagte Leger.

Während Leger die Ergebnisse im Gesamten betrachtete, freute sich Willi Hess neben den Leistungen von Dufter und Geisreiter aber auch über die Ergebnisse Johannes Holzner (2.) und Markus Salzinger (3.) bei den Junioren D. Aber auch der zweite Platz von Anita Dumberger (Jun-E) fand bei Hess gefallen. Gute Leistungen zeigten auch die Jüngsten was Clea Zimmermann und Thomas Hallweger mit jeweils zweiten Plätzen untermauerten. Dritte Plätze gab es für Julia Schwabl und Corinna Schaber. Letztendlich war es nach Worten von Danny Leger die erste Shorttrack Veranstaltung dieser Art in Inzell, die ohne Hilfe der Stützpunkte München, Oberstdorf und Grafing nicht in dieser Weise durchzuführen gewesen wäre. Freude auch bei Stadionleiter und DEC Vorsitzendem Hubert Graf: „Die erste Shorttrack- Veranstaltung und gleich die größte bayrische Meisterschaft, die es je gab!“ Dies war vor allem auf die große Anzahl Inzeller Kufenflitzer zurück zu führen. Mit den meisten Teilnehmenden war der DEC nach den Worten von Hess „die Hochburg für Shorttrack in Bayern“. Für den von Marion Wohlrab eingeschlagenen Weg der „Doppelausbildung“ fand auch die DESG lobende Worte: „Was Inzell hier zeigt ist zukunftsweisend“ meinte DESG – Verantwortlicher Matthias Kulig.

Ergebnisse


Bayrische Meisterschaft im Shorttrack –
Neue Herausforderungen für Inzeller Kufenflitzer

Bayrische Meisterschaft im Shorttrack –
Neue Herausforderungen für Inzeller Kufenflitzer

Georg mit zur Quali

Für die Eisschnellläufer des DEC Inzell stehen gleich im Januar neue Herausforderungen heran. So sind Hubert Hirschbichler, Heike Hartmann und Moritz Geisreiter sowie Georg Lisowski nach Berlin aufgebrochen, wo es um die Qualifikationen für den Weltcup und der Sprint Weltmeisterschaft in Heerenveen geht. Für die WM ist nach Worten von Trainerin Marion Wohlrab noch ein Platz zu vergeben, im Weltcup gibt es noch freie Plätze über 500-, 1000- und 1500 Meter. Für Moritz Geisreiter geht es speziell um einen Startplatz beim Weltcup in Moskau und Salt Lake City über 5000- und 10000 Meter. Bereits einen Platz sicher im Weltcup hat Gabi Hirschbichler, sie liegt im Gesamtweltcup derzeit auf dem achten Platz. Roxanne Dufter ist bereits seit Neujahr in Berlin und trainiert dort bei einem Juniorenlehrgang für die kommenden Aufgaben im Juniorenweltcup und der Juniorenweltmeisterschaft. Im Einsatz ist auch die Trainingsgruppe des DEC von Danny Leger, diese startet am Samstag bei der Bayrischen Meisterschaft in der Inzeller Max Aicher Halle im Shorttrack.


Jetzt gehts los! – Inzeller Spitzensportler genießen Halleneis

Jetzt gehts los! – Inzeller Spitzensportler genießen Halleneis

Wir waren die Ersten!

Großer Betrieb herrscht auch zum Jahreswechsel in der neuen Inzeller „Max Aicher Halle“. Neben internationalen Gruppen wie der A-Kader der norwegischen Eisschnellläufer ist auch die Trainingsgruppe vom DEC Inzell auf dem Eis. Trainerin Marion Wohlrab bittet in diesen Tag Roxanne Dufter, Gabi Hirschbichler, Heike Hartmann und Hubert Hirschbichler sowie Moritz Geisreiter und Georg Lisowski aufs Eis. Beobachtet werden die Maßnahmen auch von Chefbundestrainer Markus Eicher, er spricht von der schönsten und schnellsten Eishalle Europas. Die Inzeller Truppe hat im neuen Jahr einiges vor, Gabi Hirschbichler hofft auf einen Start bei der Heim-WM in März, Heike Hartmann spekuliert ebenfalls noch auf ein WM-Ticket. Roxanne Dufter wird demnächst wieder im Junioren-Weltcup antreten. Moritz Geisreiter und Hubert Hirschbichler wollen bei den Senioren wieder ins Weltcupgeschehen eingreifen. „Alle sind auf einem guten Weg, die neue Halle motiviert zusätzlich“, gibt Markus Eicher seinen Schützlingen mit auf den Weg 2011.

Geschichten für die Enkelkinder

Dieser 22. Dezember ist gewissermaßen ein sporthistorischer Tag. Vor allem für sieben Inzeller Eisläufer.
Drei Tage vor dem ersten offiziellen Eistraining kam heute vormittag von der Bauaufsicht nämlich grünes Licht für einen ersten Testlauf in der halbfertigen Max Aicher Arena. Für ein Gruppenfoto war kaum Zeit. Der Eifer trieb Gabi, Marion, Hubert, Heike, Georg, Danny und mich selbst (in ungefährer Reihenfolge) aufgedreht in die Schlittschuhe und auf die alte Eisbahn, die in völlig neuer Umgebung nun eine andere zu sein scheint. Fotografierend und posierend rutschten wir in Jogginghosen und Anorak umher. Um uns herum Handwerker, Planen in einer Kurve, Baufahrzeuge und viel nackter Beton. Die wilden Schnappschüsse und Videos unserer ersten Schritte auf dem Eis werden- so unscharf und verwackelt sie auch sind- mit den Jahren sicherlich zu wertvollen Erinnnerungsstücken an die Stunde Null der neuen Inzeller Eislaufszene werden.

Unser Stolz, die Allersersten auf dem neuen Oval gewesen zu sein, hielt leider nicht sehr lange. Nicht ohne schelmischem Grinsen verriet Eismeister Hubert Dufter, dass er sich zusammen mit Architekt Andreas Leupold bereits am Vorabend diesen Titel gesichert habe- allerdings mit Eishockeyschuhen. Und das zählt natürlich nicht wirklich. Mir gebührte dann am Nachmittag noch die Ehre, den tatsächlichen Trainingsbetrieb in der Arena einzuläuten und in diesem Zuge die erste komplette Runde zu laufen. Mit Markus Eicher am Bahnrand absolvierte ich das erste echte Eistraining unter Dach- noch ohne Bande, auf unbehandeltem, nur aufgespritztem Eis und mit dem ein oder anderen Sandhaufen auf der Piste. Doch es funktionierte – und wird jeden Tag besser werden.
Nun kann ich mir schon einmal die Geschichte für meine Enkel in spe zurechtlegen, zu der ich dann meine alten Schlittschuhe hervorholen und verwackelte Fotos vom 22. Dezember 2010 zeigen werde.


Inzeller Hallenstadion schon für die WM gerüstet

Inzeller Hallenstadion schon für die WM gerüstet

Stimmung im lichtdurchfluteten Innenbereich

Trotz Schnee und Kälte – Probebetrieb kann beginnen

Die offizielle Eröffnung der neuen Halle wird von Bundesinnenminister Thomas de Maizière zwar erst mit den „Essent ISU Einzelstrecken-Weltmeisterschaften“ am 10. März vorgenommen, aber direkt nach Weihnachten läuft im deutschen Eisschnelllauf-Mekka in Inzell bereits der Probebetrieb. Ab dem 27. Dezember trainieren Läufer aus Norwegen, Schweden, Finnland und Polen sowie die Kader-Athleten aus dem Bundesstützpunkt Inzell unter dem neu errichteten Hallendach. Die ausländischen Spitzenläufer bereiten sich in Inzell auf die Europameisterschaften in Klobenstein/Italien (7. bis 9. Januar) vor.

„Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, aber wir sind nach wie vor zufrieden mit dem Verlauf der Bautätigkeiten“, erklärt WM-Organisationsleiter Hubert Graf. „Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass wir jemals vor Weihnachten soviel Schnee und eine derartige Kälte hatten. Aber wir sind immer noch in unserem Zeitplan.“ Das Eisschnelllauf-Zentrum Inzell tritt mit den Einzelstrecken-Weltmeisterschaften vom 10. bis 13. März 2011 in eine neue Ära. Die Titelkämpfe finden dann erstmals in einem komplett geschlossenen Hallenstadion statt. Die Baukosten für das Projekt liegen bei 36 Millionen Euro.

Graf, in Personalunion auch Vorsitzender des DEC Inzell Frillensee, setzt für die Titelkämpfe nicht nur auf eine tolle neue Arena, sondern auch auf eigene Athleten bei der Heim-WM. „Ich hoffe, dass unser Eigengewächs Gabi Hirschbichler den Sprung in das deutsche Team schafft.“ Nach den jüngsten Ergebnissen liegt Hirschbichler auf Rang acht der Weltcup-Gesamtwertung über 1000 m.


Junge Inzeller Kufenflitzer in Innsbruck erfolgreich

Junge Inzeller Kufenflitzer in Innsbruck erfolgreich

7 Stockerlplätze – Trainer zufrieden!

Beim zweiten Lauf zum Internationalen Regio-Cup der Junioren waren 120 junge Kufenflitzer aus Bayern und Österreich am Start, davon 34 vom DEC Inzell. Damit war der DEC Inzell erneut der Verein mit den meisten Starterinnen und Startern. Und er war auch der erfolgreichste: siebenmal Platz 1, siebenmal Platz 2 und dreimal Platz 3 waren die fette Ausbeute der Inzeller. “Ein toller Jahresabschluss” so Wilfried Hess, Abteilungsleiter Eisschnelllauf, “der zeigt, dass unsere Sportler und Trainer trotz fehlendem Eis in Inzell gute Arbeit geleistet haben.” Der abschließende dritte Lauf des Regio-Cups wird am 26.2.2011 in der neuen Inzeller Eishalle gelaufen. “Dies wird ein krönender Abschluss” befand der Innsbrucker Eisschnelllaufobmann Werner Jaeger, der sich wie alle anderen teilnehmenden Vereine auf die neue Eishalle in Inzell freut.

Unter freiem Himmel vor prächtiger Bergkulisse wurden in Innsbruck in allen Altersklassen je eine metrische Strecke sowie Rennen im Massenstart gelaufen. Für die Platzierung gewertet wurden beide Strecken zusammen in Form von Punkten.

In der Altersklasse (AK) 8 weiblich gab es einen Inzeller Dreifachsieg: Julia Bachl vor Julia Schwabl und Indira Widnyana lautete die Reihenfolge. Bei den Jungs in dieser AK verpasste Maxi Geppert klar in Führung liegend nur durch einen Sturz den Sieg; es reichte für ihn aber trotzdem zu Platz zwei. Bei den Mädchen AK 9 kamen Clea Zimmermann auf Platz 4 und Eva Helminger auf Platz 5. Beide Mädchen sind in ihrer ersten Rennsaison und zeigten sehr ansprechende Leistungen. Lukas Salzinger mit Platz 3 und Thomas Hallweger mit Platz 5, waren für Inzell in dieser Altersklasse am Start. Sein erstes Rennen überhaupt lief dabei Thomas Hallweger, dem Eisschnelllaufen sichtlich Spaß macht. “Dies” so der Trainer dieser Altersklassen, Robert Lauber, “ist hoffentlich Ansporn für die vielen Neuen in meiner Gruppe, die bisher noch keine Rennluft geschnuppert haben.”

Ein Dauerabonnement auf Platz 1 und 2 haben in dieser Saison Josephine Heimerl und Susanna Becker in der AK 10 weiblich. Mit persönlicher Bestleistung landete Romy Wichers in dieser Altersklasse auf Platz 7. Vier Läuferinnen aus Inzell waren bei der AK 11 weiblich unterwegs. Dabei gelang Anita Dumberger mit Platz zwei das beste Ergebnis aus Inzeller Sicht. Marie Saurler Platz 5, Tamira Brunner Platz 6 und Sonja Schmaus Platz 6 waren die weiteren Starterinnen. Tim Kaupl konnte bei den Jungs in dieser Altersklasse für Inzell Platz 5 erlaufen. Die Trainer Gitta Heimerl und Boudewijn Stift waren voll des Lobes für ihre Schützlinge: “Toll wie die das Training in den Wettkampf umsetzen!”

Am stärksten besetzt war die Altersklasse 12 weiblich, bei der aus Inzell Kufenflitzerinnen am Start waren. Einen guten Tag erwischt hat dabei Melanie Schwabl, die mit persönlicher Bestzeit auf Platz 1 kam. Anna Maria Pichler (Platz 4), Yessica Burkhard (Platz 5), Anna-Lena Plereiter (Platz 8) und Karolin Suneritsch (Platz 10) waren die weiteren Inzeller Starterinnen, wobei Anna-Lena Plereiter nur die metrische Strecke lief. Bei den Jungs reichte es für Marco Burkhard trotz persönlicher Bestleistung nur für den 10. Platz. Bei den Mädchen der Altersklasse 13 kam Eva Kastenbauer auf Platz 2, Lisa Dufter und Anne-Marie Heimerl belegten gemeinsam Platz 4. In der AK 13 männlich teilten sich Markus Salzinger und Johannes Holzner den 1. Platz. “Bei Johannes hatte ich mit dieser guten Platzierung gerechnet, aber Markus hat mich mit seiner Leistung positiv überrascht” kommentierte Trainer Michael Restner den Rennverlauf. Zu einem Dreifachsieg kam es in der AK 14 weiblich: Lena Hochreiter vor Johanna Gschwendtner und Maja Finke lautete die Reihenfolge. Dabei stellten vor allem Lena Hochreiter und Johanna Gschwendtner ihre Extraklasse unter Beweis. Mit persönlicher Bestleistung gewann Henry Lauber in dieser Altersklasse vor Simon Graf.

Ergebnisse


Gabi Hirschbichler – Asien war die Reise wert.

Gabi Hirschbichler – Asien war die Reise wert.

Wann kommt das erste Stockerl?

Die Reise nach Asien zu den Eisschnelllauf Weltcuprennen hat sich für die Inzellerin Gabi Hirschbichler in jeder Hinsicht gelohnt. Mit insgesamt drei sechsten- und einem siebten Platz über 1000 Meter übertraf die 26jährige alle Erwartungen. Derzeit liegt sie im Gesamtweltcup auf dem achten Gesamtplatz und hat damit die Qualifikation für die Heimweltmeisterschaft in der neuen Inzeller Halle im März fast sicher. Die 14 Besten der Wertung oder die zehn Zeitschnellsten der Saison dürfen bei der WM starten. “Wenn mir das jemand vorher gesagt hätte, ich hätte es nie geglaubt”, sagte Hirschbichler nach ihrer Rückkehr aus dem japanischen Obihiro. Bereits bei den beiden Starts in Changchun/China zeigte die Inzellerin mit zwei sechsten Plätzen über 1000Meter ihre Stärke. “Da war ich schneller als in Berlin und dass, obwohl in China das Eis nicht so gewesen ist.” Und auch ihre Trainerin Marion Wohlrab ist mit der Entwicklung seines Schützlings zufrieden. “Im Moment ist sie immer rund eine halbe Sekunde vom Podest entfernt. Vielleicht kann sie sich stabilisieren”, hofft die Trainerin.

Die beiden nächsten Weltcups im Januar in Moskau und Heerenveen werden eine wichtige Standortbestimmung für Gabi Hirschbichler sein. Dann werden wieder alle starken Konkurrentinnen an den Start gehen. “Ein Platz unter den ersten Zehn wäre wichtig”, sind sich Trainerin und Sportlerin einig. Zufrieden ist Hirschbichler auch mit ihren Leistungen über 500Meter, dort platziert sie sich nun konstant unter den 20 Weltbesten. “Ich war immer unter 40 Sekunden”, freut sich die 26jährige und gibt aber zu, dass sie auf dieser Strecke auf den ersten 100Metern zu langsam sei. Sie werde sich mehr auf die 1000Meter konzentrieren und schauen, was auf 1500Meter möglich werde. Derzeit kann sich Gabi Hirschbichler zu Hause etwas entspannen. Passend zur Rückkehr aus Fernost konnte sie den 80. Geburtstag ihrer “Eislauf-Verrückten” Oma feiern, diese verfolgt die Erfolge ihrer Enkelin regelmäßig. Als besonderes Geschenk erhielt “Oma-Hirschbichler” eine VIP-Karte für die WM in der neuen Inzeller Halle. Klar, dass damit die Unterstützung für die Enkelin lautstark sein wird.


Eishalle: Probebetrieb ab 25. Dezember 2010

Eishalle: Probebetrieb ab 25. Dezember 2010

Hubert Graf optimistisch für die WM

Der Zeitplan beim Bau der Inzeller Eishalle kann eingehalten werden, dass haben nun Stadionleiter Hubert Graf und Bürgermeister Martin Hobmaier bestätigt. „Wir haben Sonderschichten am Wochenende einlegen lassen um so an den Außenfassaden nachzukommen“, sagte Hobmaier auf Anfrage. Am 25. Dezember soll der Probebetrieb auf der 400Meter-Bahn beginnen und einen Tag danach wird das Bezirksliga-Team der Eishockeymannschaft des DEC Inzell das Lokalderby gegen Berchtesgaden bestreiten. Der Probebetrieb dauert bis zum 9. Januar. „Wir werden perfektes Eis haben“, verspricht Hubert Graf. Allerdings werden zu diesem Zeitpunkt die Zuschauertribünen und Nebenräume noch nicht begehbar sein. „Bis zur Weltmeisterschaft im März ist dann alles perfekt“, verspricht Graf.

Derzeit stehen die internationalen Trainingsgruppen in den Startlöchern um Inzell erste Eiszeiten im 36 Millionen Europrojekt zu drehen. Holländer, Norweger und Polen sowie nationale Gruppen haben sich über die Weihnachtsfeiertage in Inzell angekündigt. Rechtzeitig vor dem Wintereinbruch hat die Rosenheimer Firma Großmann das Dach der Halle geschlossen. Es hat eine Fläche von rund drei Fußballfeldern und ist darauf ausgerichtet, eine Schneelast von 7000 PKW zu tragen. Die Besonderheit ist das Tageslicht, das durch die Konstruktion der Dachgauben in die Halle gelangt. „Deswegen brauchen wir tagsüber auch kein Kunstlicht“, freut sich Graf. Bis zur Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft ab dem 10. März sind noch eine weitere Reihe von Veranstaltungen geplant, einer der Höhepunkte ist eine SAT1-Eisgala am 03./04. Februar. Der März steht dann ganz im Zeichen der Eisschnelllauf Einzelstrecken WM (10.-14.03.11) und der Eisspeedway WM (25.-27.03.2010).

Die Einzelstrecken WM wird am Mittwoch in der extra eingerichteten Fanmeile am 10. März auf der Bühne in der Ortsmitte eröffnet. Dazu gibt es den Einmarsch der Nationen mit Ansprachen aus den Bereichen Organisation und Politik. Am Donnerstag, den 11. März beginnt dann in der Halle ab 13:30 Uhr die offizielle Eröffnung der Halle, an der Spitze mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und weiterer politischer Prominenz. Die Eröffnungsfeier wird einen traditionellen bayrischen Teil sowie einen modernen Teil haben. Anschließend wird die Weltmeisterschaft offiziell eröffnet und die Wettkämpfe des ersten Tages stattfinden. Bis zum Sonntag sind die Wettkämpfe praktisch ausverkauft, rund 5000 Zuschauer werden dann täglich in der Halle sein. Präsentieren wird sich dabei auch die Olympiabewerbung 2018 von München, die angekündigt hat, auch ihre prominenten Repräsentanten wie die ehemalige Eiskunstläuferin Kathi Witt nach Inzell während der WM zu schicken. Nach den Wettkämpfen bietet während der Weltmeisterschaft auch eine Fanmeile den Besuchern von Mittwoch bis Samstag in der Ortsmitte ein buntes Rahmenprogramm mit zwei Zelten und zwei Bühnen. Dabei gibt es eine Mischung aus Bayrischem und Modernen, so die Veranstalter.


Weltcup im chinesischen Changchun

Weltcup im chinesischen Changchun

Gabi Hirschbichler

Gabi Hirschbichler – Klasse!

Wenn im Hause Hirschbichler die Oma voll aus den Häuschen ist und den Tränen nahe, dann hat einer der ganz jungen Familienmitglieder der Inzeller Eisschnelllauffamilie „Großes“ geleistet. Diesmal war es Gabi Hirschbichler, die 26jährige sorgte beim Weltcup im chinesischen Changchun für zwei richtige Paukenschläge mit jeweils zwei sechsten Plätzen über 1000 Meter gesorgt. In 1:18,21 lief sie im zweiten Lauf sogar Saisonbestzeit und im ersten Lauf war sie nur zwei Zehntel langsamer. Letztendlich fehlten ihr zum dritten Platz ebenfalls nur zwei Zehntel. Sie selbst bezeichnete ihre Leistung als „Wahnsinn“, Trainerin Marion Wohlrab sprach von einer überzeugenden Leistung. „Ich hoffe das schafft ihr das nötige Selbstvertrauen und dauerhaft an der Spitze mitmischen zu können und zu wollen“, freute sich Wohlrab. An den Start ging Gabi Hirschbichler im fernen China auch in der B-Gruppe über 500 Meter. Mit einer Saisonbestzeit von 39,68 Sekunden kam sie im ersten Lauf auf den vierten Platz und im zweiten Rennen wurde sie in 39,94 Sekunden fünfte. „Sie weiß jetzt, dass sie es kann, besonders im zweiten Lauf über 1000 Meter zeigte, dass sie auch taktisch einiges drauf hat“, erkannte Wohlrab beim Studium der TV-Bilder. Derzeit liegt Gabi Hirschbichler im Gesamtweltcup auf dem zehnten Platz, damit scheint ihr nach Worten ihrer Trainerin ein Startplatz bei der Heim-Weltmeisterschaft in Inzell sicher. Sollte dass gelingen, dann wird im Hause Hirschbichler die Oma wieder aus dem Häuschen sein.

Derweil hat sich die Trainingsgruppe von Bundestrainer Markus Eicher aus Inzell für zweieinhalb Wochen zu einem Trainingslager in südafrikanische in das 100 000 Einwohner-Städtchen Potchefstromm aufgemacht. „Wir wollen wieder auf neue Impulse setzen und dort auf 1500 Meter ein gutes Trainingslager abhalten“, sagte Eicher vor dem Abflug. Mit dabei ist auch Langstreckler Moritz Geisreiter vom DEC Inzell, auch er soll in den Genuss von Rollschuheinheiten, hohen Radumfängen und verstärkten Radtraining kommen. „Wenn wir Neues ausprobieren wollen, müssen wir es jetzt im nacholympischen Winter machen“, erklärte Eicher. „Falls sich das Training bewährt, können wir diesen Weg auch im Hinblick auf Sotschi 2014 einschlagen.“

Ergebnisse


Juniorenweltcup Zakapone (Polen)

Juniorenweltcup Zakapone (Polen)

Roxanne Dufter

Roxanne Dufter gut dabei!

Mit fünf Stunden Verspätung am Flughafen Krakau/Polen ist die Inzellerin Roxanne Dufter letztendlich vom Eisschnelllauf-Juniorenweltcup aus Zakopane heimgekehrt. Die Warterei am Flughafen dürfte allerdings ihre gute Laune über ihre Ergebnisse kaum gedämpft haben. Schließlich kam sie am letzten Wettkampftag über die 1500 Meter in 2:06,01 Minuten auf den sechsten Platz. „Damit bin ich sehr zufrieden“, sagte die 18jährige, immerhin war es neben der guten Platzierung auch noch der nicht mehr ganz so große Rückstand auf die Konkurrenz aus Holland und Norwegen. Immerhin fehlten zum dritten Platz gerade noch 1,8 Sekunden. „Das ist ihr bestes Ergebnis international auf einer Individualstrecke“, freute sich Trainerin Marion Wohlrab über das Ergebnis. Bemängelte allerdings die Leistungen ihres Schützlings über 500 Meter bei dem sie im ersten Lauf mit 41,86 Sekunden 17te und im zweiten Lauf mit 41,71 Sekunden 10te wurde. „Da blieb sie unter ihren Möglichkeiten, genauso wie über die 1000 Meter“, meinte Wohlrab. Nach ihren bisherigen Vorleistungen hatte die Trainerin mit einem Top3 Ergebnis spekuliert. „Ich denke, sie hat dann ihre Wut nach drei nicht so gelungenen Rennen in den 1500Meterlauf mitgenommen.“

Auch die Sportlerin sah das Fazit ihrer Trainerin ähnlich. „Über die 1000Meter wollte ich auf alle Fälle schnellste Deutsche werden“, meinte Dufter. Verantwortlich für die Ergebnisse machte Marion Wohlrab auch die fehlenden Eiszeiten durch den bereits bekannten Bau der Halle in Inzell. „Sie tut sich schwer, wenn sie nicht regelmäßig auf dem Eis ist. Sie verliert immer ein wenig das Eisgefühl und braucht erst ein paar Tage. Ab Weihnachten haben wir dann in Inzell unsere Eiszeiten und dann wird sie wieder mehr Sicherheit bekommen“, so die aufmunterten Worte der Trainerin. Für Roxanne Dufter endete der Ausflug nach Polen letztendlich mit einem Happy End. Trotz fünf Stunden Verspätung konnte sie am Dienstag wieder die Schulbank im Karlsgymnasium in Bad Reichenhall drücken.

Ergebnisse


Short Track Junior Challenge – 7 Inzeller dabei

Short Track Junior Challenge – 7 Inzeller dabei

Joel Dufter

Joel gewinnt – alle mit guten Leistungen

Dany Leger stolz auf seine Truppe

Mit sieben jungen Sportlern ist der DEC Inzell zum „Short Track Junior Challenge“ nach Dresden gefahren. Trainer und Betreuer Danny Leger sprach von einer Klasseleistung seiner Sportler. Vor allem Joel Dufter konnte dabei seine Leistung nach Rostock (2.) mit dem Sieg in der Gesamtwertung toppen. Der ehemalige Eishockeyspieler zeigte einen konstanten Wettkampf sowohl im technischen und taktischen Bereich. Mit zwei Streckensiegen über 500 und 777 Meter und drei zweiten Plätzen zeigte er eindrucksvolle Rennen. Mona Geisreiter war in diesem Jahr zum ersten Mal an einem Short Track Rennen am Start und konnte auf allen sechs Distanzen jeweils den dritten Platz erreichen, folgerichtig wurde sie auch in der Gesamtwertung dritte. Pech hatte zuletzt Lena Hochreiter als sie in Rostock wegen einer Verletzung den Wettkampf vorzeitig beenden musste, diesmal konnte sie alle Rennen bestreiten, das Pech blieb ihr aber zunächst treu. Gleich im ersten Wettkampf wurde sie disqualifiziert, gewann aber gleich das nächste Rennen über 500 Meter. Dazu kam noch ein zweiter Platz über 777 Meter so dass sie in der Gesamtwertung in ihrer Klasse den dritten Platz erobern konnte.

Auch Johanna Gschwendner erreichte nach dem ersten Wettkampftag einen dritten Platz, musste dann aber krankheitsbedingt passen. Für Johannes Holzner war Dresden ebenfalls eine Reise wert, mit dem sechsten Gesamtplatz erfüllte er die Erwartungen seines Trainers Danny Leger. „Von ihm erwarte ich mir noch einiges, technisch und taktisch war er hervorragend“, lobte Leger seinen Schützling. Gleiches gilt auch für Anna-Lena Plerreiter und Anita Dumberger. Beide waren zum ersten Mal bei einem solchen Rennen am Start, Plerreiter schaffte den 19. Platz und Dumberger den 18. Platz. „Das war schon ganz ordentlich“, bemerkte Leger, der seiner ganzen Truppe ein großes Lob aussprach. „Es gibt meinerseits nichts zu kritisieren und die gezeigten Leistungen erfüllen mich mit Stolz.“

Ergebnisse


Weltcup Berlin – zufriedene Inzeller

Weltcup Berlin – zufriedene Inzeller

Hubert Hirschbichler

Hubert Hirschbichler Premiere

Gabi Hirschbichler mit persönlicher Bestzeit

Durchwegs zufrieden zeigte sich Trainerin Marion Wohlrab mit den Leistungen ihrer Sportler vom DEC Inzell beim Eisschnelllauf-Weltcup in Berlin. Für Hubert Hirschbichler war dieser Heimweltcup sogar seine Premiere, er durfte über 1000Meter in der B-Gruppe an den Start gehen. Mit einer persönlichen Bestzeit in 1:12,04 Minuten kam das Talent auf den 18. Platz. “Er musste von Freitag bis Sonntag auf seinen Einsatz warten und er hat hat sich wacker geschlagen”, lobte Wohlrab ihren Junior. Hirschbichler kommentierte seinen Lauf gewohnt trocken und meinte, es wäre ein guter Lauf gewesen, gerne wäre er unter 1:12.00 gelaufen. “Aber egal, das alles ist noch ausbaufähig, für den ersten Weltcup war das in Ordnung und ich bin zufrieden”, so Hirschbichler der während des Rennens von seiner ganzen Familie lautstark unterstützt wurde.

Und auch für Huberts Schwester Gabi war Berlin eine Reise wert, schließlich hatte sie sich nach dem Weltcup in Heerenveen für die A-Gruppe über 1000 Meter qualifizieren können. Mit 1:18,28 Minuten lief sie zwar persönliche Flachlandbestzeit, mit dem 19. Platz waren sowohl Sportlerin und Trainerin nur bedingt zufrieden. “Auf der Schlussrunde hat sie einen Platz unter den besten 15 verspielt”, meinte Wohlrab und auch Hirschbichler erkannte ihre Schwächen auf den letzten 400 Metern. “Die ersten 600 Meter waren gut, dann habe ich meine Technik vernachlässigt”, klagte sie. Eine Achtungserfolg feierte Gabi Hirschbichler aber über 1500 Meter in der B-Gruppe in der sie ihre persönliche Bestzeit um zwei Sekunden verbesserte und dritte wurde und damit die Startberechtigung für die A-Gruppe schaffte. “Auch hier hatte sie zwei gute Runden, in der letzten Runde hat ihr die Kraft gefehlt und sie konnte nicht mehr sauber laufen”, so die Trainerin. “Aber sie hat die Erfahrung gemacht, dass man auf der letzten Runde mehr aushalten kann, als man denkt”, gab ihr Wohlrab mit auf den Weg. Schließlich nahm Gabi Hirschbichler auch noch den zweiten Lauf über 500 Meter in der B-Gruppe in Angriff und wurde neunte.

Heike Hartmann war in beiden 500 Meter-Rennen am Start und konnte sich einmal den achten Platz in 39,81 Sekunden und einmal den siebten Platz in 40,07 Sekunden sichern. In diesem Lauf zerrte sich Hartmann die Adduktoren und musste ihren Lauf über 1000 Meter absagen. Für Moritz Geisreiter verlief das Rennen in der B-Gruppe über 5000 Meter nicht wunschgemäß, mit 6:38,61 Minuten erreichte er den achten Platz. “Er ist immer noch auf der Suche nach dem optimalen Schritt und seine Renngestaltung. Aber ich bin überzeugt, dass er das auf die Reihe kriegt”, meinte Wohlrab. Bereits nächstes Wochenende findet der nächste Weltcup im norwegischen Hamar statt.

Ergebnisse


Regio-Cup München:
16 Stockerlplätze für junge Inzeller Kufenflitzer

Regio-Cup München:
16 Stockerlplätze für junge Inzeller Kufenflitzer

Julia Schwabl

Siege für Julia Schwabl, Josefine Heimerl, Eva Kastenbauer, Maja Finke, Maxi Geppert und Henry Lauber

Viele persönliche Bestzeiten – Trainer voll des Lobes

Weiter in der Erfolgsspur laufen die Nachwuchsflitzer des DEC Inzell. Rund 80 Sportler aus München, Inzell und dem benachbarten Österreich waren beim Regio-Cup der Jugend Altersklassen (AK) 10-14 in München am Start. Aus Inzeller Sicht fehlten einige sehr gute Athleten, die in Dresden beim Short-Track starteten. Trotzdem dominierten die Inzeller erneut. In 6 von 15 Wettbewerben stellten die jungen Inzeller die Sieger, mit 16 Stockerlplätzen war der DEC der erfolgreichste Verein. Fast alle Läuferinnen und Läufer verbesserten ihre persönlichen Bestzeiten. Gelaufen wurde in allen Altersklassen eine metrische Strecke sowie ein Massenstart mit unterschiedlich vielen Runden.

In den AK 7-9 standen jeweils 100 Meter-Läufe und 1 Runde beim Massenstart auf dem Programm.
Bei den kleinsten Mädchen der AK 8 gingen die Stockerlplätze an Julia Schwabl, Julia Bachl und Indira Widdnyana, bei den Buben gewann Maxi Geppert diese AK.
Platz 2 sprang für Lukas Salzinger in der AK 9 heraus; bei den Mädchen wurde Eva Helminger Dritte und Clea Zimmermann kam auf Rang 4. Trainer Robert Lauber war ob der gezeigten Leistungen voll des Lobes für seine Schützlinge: „Klasse was meine Jungs und Mädels zeigten, da lässt sich darauf aufbauen

Mit Spaß aber auch großem Wettkampfeifer gingen die Sportlerinnen und Sportler der AK 10-11 zur Sache. Es waren 300 Meter und ein Massenstart über 2 Runden zu bewältigen. Beim Massenstart waren mit „Windschattenlaufen“ und abwechselnder Führungsarbeit hier bereits erste „taktische Geplänkel“ zu beobachten. Doppelsieg für Inzell in der AK 10 der Mädchen: Josephine Heimerl gewann vor Susanna Becker. Romy Wichers belegte Platz 6. Bei den Buben war kein Inzeller am Start.
Bei den Mädchen der AK 11 belegte Marie Saurler den zweiten Platz. Die weiteren Inzellerinnen Tamira Brunner und Sonja Schmaus belegten Platz 5 bzw. Platz 6. Neuzugang Tim Kaupel aus Ruhpolding wurde bei den Jungs Vierter. Marita Graf war sichtlich stolz auf ihre Jungs und Mädels: „Sie haben alle ihre guten Trainingsleistungen aufs Eis gebracht!“

500 Meter und 2 Runden Massenstart waren die Strecken, welche die Kufenflitzer der AK 12 bis 14 zu bewältigen hatten. Die meisten Starterinnen hatte die AK 12 weiblich zu verzeichnen. Beste Inzellerin war hier Melanie Schwabl auf Platz 2. Anna Maria Pichler Platz 4, Yessica Burkhard Platz 6 und Carolin Suneritsch Platz 9 komplettierten das gute Gesamtergebnis der Mädchen dieser Klasse. Marco Burkhard kam in dieser Altersklasse auf Platz 8.
Bei den Mädchen der AK 13 hatte mit Eva Kastenbauer eine Inzellerin die Nase vorn; Theresa Rückel als Zweite, Lisa Dufter als Fünfte und Anna Maria Heimerl als Sechste waren die weiteren Inzeller Starterinnen. Markus Salzinger konnte in dieser Altersklasse bei den Buben den zweiten Platz erobern. Markus Andreas Schenk wurde Siebter.
Trotz Sturz konnte Maya Finke in der AK 14 den ersten Platz behaupten. Bei den Jungs gab es hier ein Inzeller Doppelsieg: Platz 1 für den stark laufenden Henry Lauber und Platz 2 für Simon Graf.
Strahlende Augen bei Boudewijn Stift, der diese Gruppe lautstark coachte: „So darf es weiter gehen in der noch jungen Saison“.

Positiv überrascht war auch der mitgereiste Abteilungsleiter Eisschnelllauf Wilfried Hess: „Da wir in Inzell noch kein eigenes Eis und damit schlechte Trainingsbedingungen haben, war ein solcher Saisonauftakt nicht zu erwarten.“

Ergebnisse


Kein Eis in Inzell – Kindergartenkids lernen Eislaufen in Ruhpolding

Kein Eis in Inzell – Kindergartenkids lernen Eislaufen in Ruhpolding

Auch ohne Eis in Inzell, fand der Kindergartenkurs zum Lernen des Eislaufens statt. Dieses Mal in Ruhpolding. Dem Ansturm tat dies keinen Abbruch. 37 Kinder übten und lernten das Eislaufen. Die vielen teilnehmenden Kinder machten die Einteilung in zwei Gruppen notwendig. Vielstimmig und lebendig ging es in der Gruppe der Kinder zu, die bisher noch nie Schlittschuhe unter den Füßen hatten. Die Inzeller Eisschnelllauftrainer Monika Mühlberger und Heini Beck schafften es in den drei Kurstagen, den kleinsten Kindern das fast wackelfreie Stehen und Laufen auf Schlittschuhen beizubringen. Vor allem „Senior“ Heini Beck beeindruckte die Kinder mit seinen artistischen Eiseinlagen. „Der ist ja besser als mein Papa“ entfuhr einem der teilnehmenden Knirpse. Die Kinder selbst waren zu solchen Leistungen natürlich noch nicht in der Lage. Mithilfe leerer Bierkisten als Haltepunkt, gelang es den meisten sich flott fortzubewegen. Marion Wohlrab, Trainerin der Inzeller Spitzenathleten, lies es sich nicht nehmen, bereits am Montag nach Talenten zu spähen, und „Da sind schon einige dabei“ war ihr erster Eindruck.

In der zweiten Gruppe, die von Laura Streb und Michael Restner gecoacht wur-den, waren schon einige flott laufende Kufenflitzer zu bestaunen. Hier bestand die Herausforderung für die Trainer darin, den Kindern das weitergehende Be-herrschen des Schlittschuhes zu vermitteln. Ein schwieriges Unterfangen, aber es gelang. Dies zeigten die Kinder im abschließenden “Wettkampf”. Auch wenn der ein oder andere Sturz zu sehen war, standen alle Kinder den durchaus an-spruchsvollen Schlussparcours durch. Hier musste Slalom gefahren, unter Stangen hindurch gekrochen und in einem Schlusssprint die Ziellinie durchfahren werden. Einige Kinder waren dabei schon so flott unterwegs, dass mit ihnen sicher schon recht bald bei Wettkämpfen zu rechnen sein wird.

Belohnt wurden alle Kinder mit einer “Siegerurkunde” und ihrer ersten Medaille beim Eisschnelllauf. Bleibt zu hoffen, dass viele weitere Urkunden und Medaillen folgen werden. “Die Möglichkeit dazu” so Wilfried Hess vom DEC “bieten wir den Kindern in unserer regelmäßig trainierenden Kindergartengruppe. Übrigens nicht nur Inzeller Kindern”. Mit Spaß und ersten Wettkämpfen sollen die kleinen Kufenflitzer so an eine große Zukunft heran geführt werden.


Inzeller Frauen setzen Akzente

Inzeller Frauen setzen Akzente

Gabi Hirschbichler

Gabi Hirschbichler Zweite in Heerenveen

Roxanne Dufter läuft Bestzeiten

Gute Leistungen beim Überprüfungswettkampf

Gabi Hirschbichler beim Eisschnelllauf Weltcup im holländischen Heerenveen und Roxanne Dufter beim Kader-Überprüfungswettkampf haben am Wochenende die Akzente aus Inzeller Sicht gesetzt. Vor allem Gabi Hirschbichler setzte in Heerenveen mit dem zweiten Platz über 1000 Meter in der B-Klasse die Duftmarke. Mit 1:18,40 Minuten lief sie eine Saisonbestzeit und darf nun beim Heimweltcup am Wochenende in Berlin in der A-Gruppe an den Start gehen. Nicht ganz so optimal lief es für Hirschbichler und auch Heike Hartmann über 500 Meter, wo beide im Mittelfeld der B-Gruppe landeten. „Da sind beide ein wenig unter ihren Möglichkeiten geblieben“, so die Einschätzung von Trainerin Marion Wohlrab. Immerhin zeigte Gabi Hirschbichler als Sprinterin über die „Langstrecke für Sprinter“ den 1500 Metern eine tolle Leistung und wurde mit neuer persönlicher Bestzeit (2:02,27) sechste. Für Langstreckler Moritz Geisreiter war es in der B-Gruppe über 5000 Meter eine anspruchsvolle Angelegenheit, denn die Konkurrenz war ziemlich stark in diesem Wettkampf. Mit dem sechsten Platz und einer persönlichen Saisonbestzeit in 6:37,44 Minuten schlug er sich laut Wohlrab locker. „Nun muss er sich am Wochenende in Berlin noch ein wenig steigern und ein paar Sekunden mit einem druckvollen Lauf abbauen“, gibt ihm Wohlrab auf den Weg. Beim angesprochenen Weltcup in Berlin wird der junge Hubert Hirschbichler seinen Debüt feiern und dort die 1000 Meter bestreiten. „Bei einem letzten Test in Berlin konnte er seine gute Form bestätigen. Als Neuling im Weltcup kann er unbekümmert Gas geben“, meint seine Trainerin.

Ein weiteres Highlight an diesem Wochenende war der Kader-Überprüfungswettkampf in Berlin für Roxanne Dufter. In überzeugender Weise gewann sie mit drei Streckensiegen und einem zweiten Platz die Vierkampf-Wertung in der AK 17/18. Die 41,50 Sekunden über 500 Meter bezeichnete Wohlrab als Standardzeit für sie. „Wenn wir in Inzell Eis haben, wird sie die 40 Sekundenmarke knacken“, ist sich Wohlrab sicher. Danach erreichte Roxanne Dufter über die 1500 Meter mit 2:06,05 Minuten eine neue persönliche Bestmarke. Eine kleine Delle bekam sie mit 1:22,00 Minuten über 1000 Meter, zwar habe sie die Konkurrenz klar hinter sich gelassen, trotzdem sei sie unter ihren Möglichkeiten geblieben, bemängelte Wohlrab das Rennen. Alles wieder gut machte die junge Sportlerin über die „ungeliebten“ 3000 Meter, dort stellte sie mit 4:31,69 Minuten eine neue persönliche Bestzeit auf. „Sie hat sich gut geschlagen, schließlich musste sie innerhalb zwei Tagen ihre neue Kufe einlaufen“, bemerkte Wohlrab abschließend. Dufter wird nun in zwei Wochen beim ersten Juniorenweltcup in Zakopane starten. Bis dahin wird sie noch ein paar Ausflüge nach München machen um dort Eiskontakt zu haben.

Neben Dufter waren auch noch Florian Becker, Moritz Geisreiter (anderer als der im Weltcup) sowie Joel Dufter, Mona Geisreiter und Vanessa Suneritsch in Berlin am Start. In der AK 14/15 erreichte Florian Becker im Dreikampf den zehnten Platz und konnte über 1500 und 3000 Meter seine Bestzeiten steigern. Moritz Geisreiter wurde in der AK 16/17 im Vierkampf vierter, Joel Dufter wurde elfter. Beide Sportler konnten auf allen gelaufenen Strecken ihre Bestzeiten verbessern. Und auch die beiden Mädchen aus Inzell schlugen sich in der AK 16/17 ordentlich, Mona Geisreiter wurde sechste und Vanessa Suneritsch kam als Gesamtachte ins Ziel. Auch diese Sportlerinnen verbesserten überwiegend ihre bisher gelaufenen Zeiten.

Für Leger waren die Leistungen seiner Sportler angesichts der fehlenden Eiszeiten in Inzell sogar Anlass zur Begeisterung. So wurde Moritz Geisreiter in AK17 einen tollen vierten Platz erreichen. In allen seinen Läufen verbesserte er seine Zeiten deutlich und wenn er durch den Sturz seines Gegners über 1000 Meter nicht behindert worden wäre, hätte er hier sogar gewinnen können. „Trotzdem ein geniales Ergebnis, er ist jetzt sogar erster Ersatzmann für den Länderkampf Anfang Dezember in Holland“, freute sich Leger. Für Leger waren aber die Leistungen von Joel Dufter (AK16) die Überraschung von Berlin. Mit gerade mal fünf Eiszeiten auf der 400 Meterbahn im Vorfeld der Wettkämpfe zeigte er eine Klasseleistung und pulverisierte seine Bestzeit über 3000 Meter um satte 28 Sekunden. In der Gesamtwertung wurde er fünfter. Pech hatte Florian Becker (AK15) auf der ersten Strecke bei der er auf der Zielgeraden gleich drei Mal stürzte und trotzdem eine Bestmarke knapp verpasste. Danach legte er noch zwei tolle Bestzeiten aufs Eis, über 1500 Meter lief er acht Sekunden schneller, als je zuvor. Becker hatte sich im September das Schlüsselbein gebrochen und konnte trotz Trainingsrückstand diese Leistungen erzielen und wurde Zehnter.

In der AK16 platzierte sich Mona Geisreiter auf dem sechsten Platz und lieferte laut Leger großartige Bestzeiten. Trotz fehlender Praxis auf der 400 Meterbahn konnte sie große Fortschritte erzielen, was ihrem Trainer Hoffnung auf die weitere Saison macht. Ebenfalls in der AK16 war Vanessa Suneritsch am Start und kam auf den achten Gesamtrang. Sie erreichte auf allen vier Strecken des Mehrkampfes Bestzeiten, was man vor der Saison nicht so erwarten konnte. „Sie konnte gerade durch ihre technische Weiterentwicklung überzeugen“, stellte Leger zufrieden fest. Bereits an diesem Wochenende ist Danny Leger mit seiner Gruppe wieder unterwegs, dann aber beim Short Track in Dresden.


Mitgliederversammlung DEC 2010

Mitgliederversammlung DEC 2010

Hubert Graf

Vorsitzender Hubert Graf zieht positive Bilanz

Gute Arbeit der einzelnen Sparten

Der Bau der neuen Eishalle ist auch im Mittelpunkt der Jahres-Mitgliederversammlung des DEC Inzell gestanden. Vorsitzender Hubert Graf informierte dabei die anwesenden Vereinsmitglieder über den Stand der Bauarbeiten und darüber, dass der Zeitpunkt, 25. Dezember 2010 mit dem ersten Eisbetrieb eingehalten werden wird. „Es wird fieberhaft auf diesen Termin hingearbeitet, für dieses Ziel müssen mögliche Arbeiten an den Räumlichkeiten hinten anstehen“, bekräftigte Graf. Trotz der schlechten Witterungsbedingungen seit dem Baubeginn hätten die Arbeiter das ganze Jahr über einen hervorragenden Job gemacht, so der Vorsitzende in seinen Ausführungen. So wurden die Arbeiten bereits bei Baubeginn durch Kälte beeinträchtigt, auch die Baumaßnahmen beim Dach wurden durch Regenfälle immer wieder erschwert. „Solange das Dach nicht vollkommen geschlossen ist, kann in manchen Bereichen nicht gearbeitet werden“, erklärte Graf die Situation. Trotzdem stimme ihm das ganze Paket positiv, vor allem deswegen, weil für die Weihnachtszeit Nationen wie Holland, Norwegen, Polen und viele Vereine und Gäste bereits gebucht haben und fest auf eine „Eiszeit“ setzen. Der Bau der Halle und das damit fehlende Eis hat auch den Verein finanziell enorm belastet.
Das Training der Eisschnellläufer und der Eishockeymannschaft habe Lücken in die Vereinskasse gerissen, berichtete Graf. „Derzeit nehmen wir etwa in Ruhpolding jede verfügbare Eiszeit und dafür sind wir unseren Nachbarn sehr dankbar“, so der DEC-Vorstand. Auf die Situation im Eisschnelllaufen eingehend, stellte Graf die Anzahl der Trainer hervor. 14 gut ausgebildete Trainer kümmern sich um die einzelnen Gruppen im Verein, Markus Eicher wurde nach den olympischen Spielen von Vancouver sogar Cheftrainer bei der DESG und auch Marion Wohlrab stieg in den Verband als Trainerin auf. Schmerzlich aber verständlich sei der Rücktritt von Weltmeisterin und Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma gewesen. Die 33jährige wird übrigens bei der Weltmeisterschaft im März 2011 in Inzell für das holländische Fernsehen am Mikrofon sein.

Lobende Worte fand Graf für die Eishockey-Abteilung die seiner Ansicht nach die fehlenden Eiszeiten in Inzell gut überstanden habe. „Eishockey ist auch immer wieder ein guter Zulieferer für die Eisschnelllauf-Abteilung“, bemerkte Graf. Jüngstes Beispiel dafür war Joel Dufter, der es über den Short Track in den so wichtigen Kaderstatus geschafft hat. Dieser ist wichtig für die jährlichen Zuschüsse an den Verein. In Hinblick auf die Einzelstrecken Weltmeisterschaft im März verwies Hubert Graf, dass es in der Halle 2600 Sitzplätze und 1400 Stehplätze geben werde. International seien Sitzplätze gefragt, ursprünglich sei man von 1200 Sitzplätzen ausgegangen. „Die Vorbereitungen für dieses Highlight laufen, das Rahmenprogramm wird im Ort stattfinden. Die Besucher werden aber auch im Umfeld der Halle ordentlich versorgt werden“, betonte Graf. Eröffnet wird die WM am Mittwoch, den 9. März mit traditioneller Blasmusik am Dorfplatz, einen Tag später wird die Eishalle am ersten Wettkampftag mit zahlreicher Polit-Prominenz ihrer Bestimmung offiziell übergeben. Neben Innenminister Thomas de Maiziere und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer werden auch Ministerpräsident Horst Seehofer und Staatskanzleichef Siegfried Schneider dazu erwartet.

Auch die Münchner Olympiabewerbungsgesellschaft 2018 wird täglich mit rund 20 Personen in Inzell während der WM sein. „Für die Halleneröffnung haben wir eine große Überraschung geplant“, bemerkte Graf. Gute Nachrichten gibt es auch, was die Zahl der Helfer während der Weltmeisterschaft betrifft, in dieser Hinsicht sei fast schon alles im grünen Bereich. „Der erste Eindruck bleibt hängen und das ist unsere Weltmeisterschaft“, sagte Graf und stellte damit die Bedeutung der Titelkämpfe in den Raum. Kritik übte der Vereinsvorsitzende an der seiner Ansicht nach manchmal fehlenden Identifikation mit DEC Inzell. „Der DEC ist lebenswichtig für alle, Vermieter und Wirte schlagen daraus Kapital“, sagte Graf im Hinblick auf sinkende Mitgliederzahlen auf aktuell 562. „Aus den Mitgliedern entwickeln sich Kadersportler, ohne Kadersportler gibt es auch keine Halle“, so seine Rechnung. In diesem Zusammenhang lobte Graf auch die Unterstützung durch die Sponsoren und durch die Gemeinde. Mit einem Ausblick auf das 50jährige Vereinsjubiläum des DEC im kommenden Jahr, schloss Graf seine Ausführungen. Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier stellte in seinem Grußwort ebenfalls die Bedeutung der Eishalle in den Fokus. Ob wirtschaftlich oder touristisch sei das Projekt für die Gemeinde wichtig. „Die Halle wird uneingeschränkt nur dem Sport zur Verfügung stehen. Der gesamte Gemeinderat steht geschlossen hinter dem DEC Inzell“, bekräftigte Hobmaier die Verbundenheit zum Verein. „Es ist bewundernswert, wie Trainer und Sportler die Einschränkungen während des Baus gemeistert haben. Ich vergleiche Inzell immer mit dem gallischen Dorf im Eisschnelllaufen. Dadurch ist Inzell auf der ganzen Welt ein Begriff“, meinte Hobmaier.

Berichte aus den Abteilungen:

Eisstock: Diese Abteilung musste laut Hubert Graf durch Sylvester Dufter „wiederbelebt“ werden. Mit 89 Euro Jahresausgaben sei sie auch die günstige im DEC.

Eiskunstlauf: Ursula Stief berichtete über Wettkämpfe, derzeit sind in der Abteilung 27 Jugendliche aktiv. Als Trainerin konnte Eva Maria Fitze gewonnen werden. Die 28jährige wohnt in Bergen und war in ihrer aktiven Zeit deutsche Eiskunstlauf-Meisterin. 2006 nahm sie als Paarläuferin an den Olympischen Spielen in Turin teil und wurde mit ihrem Partner Rico Retz 15.

Eishockey: Mit dem dritten Platz in der Eishockey Bezirksliga in der abgelaufenen Saison erreichte die erste Mannschaft eine ausgezeichnete Platzierung. „Mit Trainer Pino Dufter haben wir eine sehr junge Mannschaft aufgebaut“, sagte Spartenleiter Olaf Becker. Auch in dieser Saison wird dieser Platz wieder angepeilt, einen möglichen Aufstieg könne man finanziell nicht stemmen, so Becker. Auch im Nachwuchsbereich kann die Abteilung auf Erfolge bauen. Die Junioren wurden in der vergangenen Saison zweiter. Bewährt haben sich wieder die Spielgemeinschaften mit Berchtesgaden.

Eisschnelllauf: Abteilungsleiter Willi Hess verwies ebenfalls auf die angespannte finanzielle Situation durch den Hallenbau und das damit fehlende Eis. Viele Trainingsmaßnahmen mussten nach Erfurt, Innsbruck, München und Ruhpolding verlegt werden. 65 Aktive sind in sechs Trainingsgruppen im Eistraining, die Kindergartengruppe hat 30 Mitglieder. „Trotzdem können wir keine Anni Friesingers am Fließband produzieren“, bemerkte Hess. In seinen Ausführungen bemerkte er, dass Eisschnelllaufen bezahlbar bleiben müsse, mittlerweile sei auch dieser Sport teuer geworden. Lobende Worte fand der Spartenleiter für die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen des Wintersports. Dadurch sei es möglich, Sport und Schule unter einen Hut zu bringen. Durch die Einführung des Short Tracks beim DEC habe man weitere Kadersportler gewinnen können. „Short Track sei eine attraktive Sportart für Jugendliche“, so Hess. Dies habe sich schon in dieser Saison mit Erfolgen gezeigt und auch das Ergebnis bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Erfurt mit vier Nominierungen zum Weltcup sei erfreulich.


Inzeller erobern 3 Stockerlplätze bei der Deutschen Meisterschaft

Inzeller erobern 3 Stockerlplätze bei der Deutschen Meisterschaft

Heike Hartmann

… und 4 Startplätze beim Weltcup – Marion Wohlrab zufrieden

Eine erfolgreiche Bilanz der Deutschen Eisschnelllauf Meisterschaften in Erfurt kann Trainerin Marion Wohlrab aus Inzeller Sicht ziehen.
Insgesamt haben vier Sportler das Ticket für den beginnenden Weltcup lösen können. Neben Heike Hartmann und Gabi Hirschbichler konnten sich erwartungsgemäß bei den Herren Moritz Geisreiter und überraschend auch Hubert Hirschbichler qualifizieren.
Dreimal standen Inzeller Athleten in Erfurt sogar auf dem Siegespodest, Heike Hartmann über 500 Meter sowie Moritz Geisreiter über 5000 und 10 000 Meter kamen jeweils als dritte ins Ziel.
Bei den 500 Metern der Damen hatte Gabi Hirschbichler mit 39,71 Sekunden einen guten Lauf erwischt, allerdings entschloss sich Marion Wohlrab Hirschbichler aus dem zweiten Lauf wegen einer vorangegangen Muskelverhärtung aus dem Rennen zu nehmen. Am zweiten Tag der Wettkämpfe erreichte Gabi Hirschbichler über 1500 Meter den vierten Platz und verpasste durch ihr hohes Anfangstempo wohl eine bessere Platzierung, weil ihr in der letzten Runde die Kraft fehlte. Am Schlusstag sicherte sich Hirschbichler über 1000 Meter den vierten Startplatz für den Weltcup in Heerenveen.

Heike Hartmann war über die 500 Meter am Ende dritte und war trotzdem mit beiden Läufen nicht zufrieden, da sie im Training wesentlich schneller gelaufen war. Für Heike Hartmann war das nachfolgende Rennen über 1500 Meter eher ein Testlauf für die für sie wichtigen 1000 Meter. Leider verpatzte sie dieses Rennen und wurde hier enttäuschende sechste.
Für die jüngste Inzellerin Roxanne Dufter waren die Wettkämpfe in Erfurt eher als Standortbestimmung und Vorbereitungsrennen auf den Überprüfungswettkampf am kommenden Wochenende in Berlin gedacht. Kurz nach dem Start stürzte Dufter aufgrund eines Materialfehlers, ihr war beim Start eine Kufe gebrochen.
Über 1500 Meter startete Roxanne Dufter dann mit geborgten Kufen von Hubert Hirschbichler und wurde im “Konzert der Großen” mit 2:08,23 Minuten immerhin neunte. Zum Abschluss kam Dufter über 1000 Meter auf den achten Platz und erreichte eine neue persönliche Bestzeit.
Bei den Herren brachte Moritz Geisreiter nach seiner vom Pech verfolgten Saison 09/10 mit der verpassten Olympiateilnahme diesmal wieder seine gewohnt guten Leistungen. Über 3000 Meter startete er mit guten Rundenzeiten von 30 bis 31 Sekunden, laut Wohlrab fiel er nach 3000 Meter auf 32 Sekunden zurück, schließlich reichte es zum dritten Platz , was ihm auch über 10 000 Meter gelang. “Leider ist er nicht so wie gewünscht in seinen Rennschritt gekommen und ist etwas früh ermüdet”, meinte Wohlrab in ihrer Analyse.

Bei Hubert Hirschbichler hatten die Inzeller Verantwortlichen ein wenig mit einer Qualifikation für den Weltcup spekuliert und der “Jungspund” enttäusche das Vertrauen nicht. Und so rannte er die 1000 Meter in einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:12,44 Minuten auf den fünften Platz und darf nun in Berlin sein Debüt im Weltcup geben. Über 1500 Meter schaffte Hirschbichler sein zweites Husarenstück allerdings nicht. Zunächst musste er die neu eingeführte Normzeit der ISU von 1:51,50 Minuten knacken, diese hatte der Weltverband eingeführt, um die Starterfelder zu verkleinern. In 1:52,32 misslang ihm dieses Unterfangen und mit seiner persönlichen Bestzeit wurde er sechster. Hadern musste Hubert Hirschbichler auch über 500 Meter, nach persönlicher Bestzeit in 37,00 Sekunden im ersten Lauf schaffte er im zweiten Rennen 37,65 Sekunden. Wurde dann aber wegen Übertreten der Zielgeraden auf der Zielgeraden disqualifiziert. “Diese neue Regelung sorgte für viele Diskussionen bei den Athleten, auch aus anderen Ländern”, nahm Wohlrab ihren Schützling in Schutz.

Achtungserfolge erreichte der fünfte Inzeller Starter in Erfurt, Georg Lisowski. Über 1500 Meter stellte er in 1:57,51 Minuten eine für ihn neue Saisonbestleistung auf. Über 1000 Meter konnte Lisowski seine persönliche Bestzeit mit 1:16,54 Minuten sogar steigern. Bereits am kommenden Wochenende wird es für die Inzeller beim ersten Weltcup der Saison in Heerenveen/Holland eine erste internationale Bewährungsprobe geben.


Junior Challenge im Short Track in Rostock

Junior Challenge im Short Track in Rostock

Hanna ganz oben!

Hanna Gschwendtner ganz oben – Glückwunsch Hanna!

Glückwunsch auch an Joel Dufter für Platz 2 – Klasse!

Hervorragende Erfolge haben die jungen Inzeller Eisschnellläufer mit ihrem Trainer Danny Leger bei der Junior Challenge im Short Track in Rostock feiern können. Höhepunkt waren dabei der Sieg von Johanna Gschwendner und der zweite Platz von Joel Dufter jeweils in der Gesamtwertung. Eigentlich war der Wettkampf eher als Eistraining, bedingt durch die Umbauarbeiten in Inzell gedacht. Deswegen mussten die DEC-Athleten immer wieder auf Eisbahnen in München, Grafing und Erfurt ausweichen. „Bei der ersten Trainingseinheit vor den Wettkämpfen konnte ich schon noch einige Unsicherheiten bei meinen Sportlern feststellen“, gab Trainer Danny Leger mangels Eiserfahrung in der Vorbereitung zu. Allerdings zeigten die jungen Inzeller Sportler bereits am ersten Wettkampftag teilweise eine furiose Leistungssteigerung. Joel Dufter, Lena Hochreiter und Johanna Gschwendner liefen bei den 16 bis 19jährigen über und 1500 Meter jeweils auf den zweiten Platz. Dazu konnte sich Lena Hochreiter über die 777 Meter den zweiten- und über 500 Meter den dritten Rang sichern. Pech hatte zunächst Johanna Gschwendner nach einem beherzten Lauf über 777 Meter und wurde im Finale disqualifiziert und auf den sechsten Platz zurückgestuft. Nichts desto trotz erkämpfte sich Gschwendner hinter Hochreiter über 500 Meter den zweiten Platz.

Der zweite Wettkampftag begann für die Truppe von Danny Leger mit einer Hiobsbotschaft, die in ihrer Altersklasse in der Gesamtwertung in Führung liegende Lena Hochreiter musste nach dem Warmup wegen einer Verletzung aus dem Wettkampf aussteigen. In die Bresche sprang jedoch Johanna Gschwendner, die zunächst über 666 Meter den zweiten Platz erreichen konnte und ihre gute Leistung mit dem ersten Platz im Superfinale über 1000 Meter krönte und somit trotz der Disqualifikation den Gesamtsieg holte. Joel Dufter siegte am zweiten Tag zunächst über 1000 Meter und im abschließenden Superlauf über 1500 Meter kam Dufter mit einer Zehntel Sekunde Rückstand auf den zweiten Platz, was ihm schließlich auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung einbrachte. Zufrieden zeigte sich Leger auch mit den Leistungen von Johannes Holzner, Simon Graf und Henry Lauber. „Sie haben ihr Bestes gegeben und zeigten eine positive Tendenz in ihrer Entwicklung, hatten es aber gegen die sehr schwere Konkurrenz nicht leicht“, sagte Danny Leger. Das Wochenende sei einfach super gewesen und lasse auf eine starke Saison hoffen, meinte Leger abschließend.

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