DEC Inzell » Inzeller Sportler überzeugen bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften 8.11. – 10.11.2019

Foto: Sonja Rumpf – Anna Ostlender

 

Inzeller Sportler überzeugen bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften 8.11. – 10.11.2019

Bei den „Internationalen Deutschen Eisschnellläufen“ in der Inzeller Max Aicher Arena haben die Sportler des heimischen DEC zwei Titel errungen. Joel Dufter gewann über die 500-Meter und die Neu-Inzellerin Katja Franzen setzte sich ebenfalls über die kurze Sprintstrecke durch. Die 29-jährige hat sich dem Team des Inzellers Michael Restner angeschlossen. In diesem Rennen kam die junge Anna Ostlender vom DEC auf den überraschenden zweiten Rang. Gleich drei Mal den zweiten Platz eroberte Roxanne Dufter. Über die 3.000-, 1.000- und 1.500-Meter blieb für die 27-jährige jeweils die Silbermedaille. Eine herausragende Leistung zeigte wieder die Österreicherin Vanessa Herzog über die 500-Meter. Die frischgebackene Sportlerin des Jahres aus dem Nachbarland sah am Ende 37,46 Sekunden auf der Anzeigetafel. Zum Vergleich die Zeit von Franzen in 39,50 und von Ostlender in 40,28. Bei den Männern setzte am ersten Wettkampftag gleich Joel Dufter mit dem Sieg über 500-Meter in 35,41 Sekunden eine erste Überraschung. Er ließ den Favoriten Nico Ihle aus Chemnitz neun Hundertstel hinter sich. Die 3.000-Meter war wieder einmal eine Beute der unverwüstlichen Claudia Pechstein die mit ihrer Zeit von 4:05,57 Minuten sehr zufrieden war. Zufrieden war auch die Zweitplatzierte Roxanne Dufter die mit 4:09,64 Minuten eine respektable Zeit schaffte. Auf den dritten Rang lief Bundespolizisten Michelle Uhrig. Sie hatte im Sommer intensiv trainiert und zeigte während der Meisterschaften deutliche Leistungssteigerungen. Ebenso wie Ostlender die mit ihrem zehnten Platz eine weitere persönliche Bestzeit aufstellte. Auf den langen Strecken der Herren über 5.000- und 10.000-Meter siegte jeweils Patrick Beckert aus Erfurt. Lennart Jasch aus Inzell wurde über die 5.000 Vierter. Der zweite Wettkampftag brachte über 1.000-Meter erneut das Duell zwischen Joel Dufter und Nico Ihle, diesmal mit dem besseren Ende für Ihle. Er ließ Dufter über eine halbe Sekunde zurück. Bei den Damen machte es Roxanne Dufter über 1.000-Meter ihrem Bruder gleich und wurde hinter Michele Uhrig zweite. Katja Franzen wurde vierte und mit dem sechsten Platz bewies Anna Ostlender erneut ihr großes Talent. Josephine Heimerl erreichte mit dem achten Platz ebenfalls ein achtbares Ergebnis. Am Schlusstag standen zunächst die 1.500-Meter auf dem Programm. Für Roxanne Dufter eine ihrer Paradestrecken, allerdings musste sie sich erneut Michelle Uhrig geschlagen geben. Fünfzehn Hundertstel betrug am Ende der knappe Abstand. Gute Zehnte wurde in diesem Rennen Anna Ostlender die sich mit diesen guten Leistungen das Ticket für den Junioren-Weltcup sicherte. Das hat auch Felix Motschmann in der Tasche. Er wurde bei den Junioren über 3.000 Meter zweiter. Bei den Männern gewann über die 1.500-Meter Stefan Emele vor Lukas Mann und Noel Müller. Joel Dufter war wegen der Nachwirkungen seiner Erkältung am Schlusstag nicht mehr am Start. Für Anna Ostlender gab es beim abschließenden Massenstart bei den Juniorinnen über zehn Runden den Sieg. Bei den Männern wurde Stefan Emele aus Erfurt Sieger und bei den Damen Josie Hofmann vor Michelle Uhrig. Unmittelbar nach den Meisterschaften gaben die verantwortlichen Trainer der DESG das Aufgebot für den Weltcupstart am Wochenende in Minsk bekannt. Neben den drei Inzellern Roxanne und Joel Dufter sowie Katja Franzen sind die Erfurter Jeremias Marx, Patrick Beckert, Felix Maly und Stefan Emele nominiert. Dazu kommen die Berlinerinnen Claudia Pechstein und Michelle Uhrig, Nico Ihle aus Chemnitz, Hendrik Dombek aus München und Fridjof Petzold aus Crimmitschau.

 

Stimmen aus Inzell zur Deutschen Meisterschaft

Bundestrainer-Sprint Danny Leger: „Wir haben sehr gut begonnen, der erste Tag verlief sogar besser als erwartet. Roxanne Dufter hat über 3.000-Meter eine gute Zeit gelaufen. Joel Dufter hat überraschend über 500-Meter gewonnen, obwohl er zuletzt gesundheitliche Probleme hatte. Der zweite Tag war schon etwas zäher und ein hartes Abarbeiten. Joel war über die 1.000-Meter sehr müde. Am letzten Tag habe ich nur noch Roxanne über die 1.500-Meter eingesetzt. Joel habe ich nicht mehr eingesetzt. Mit den Ergebnissen der Nachwuchsläufer vom DEC bin ich sehr zufrieden. Haben angedeutet, wohin die Reise im Konzert der Großen gehen kann. Herausheben möchte ich Anna Ostlender und Felix Motschmann. Aber auch der restliche Inzeller Nachwuchs braucht sich nicht zu verstecken. Insgesamt waren die Zeiten schlechter als in den vergangenen Jahren. Das liegt an einer Mischung aus verschiedenen Sachen. Der Formanstieg ist etwas knapp gewesen, beim Weltcup wird die Form schon besser sein. Die Situation bei der DESG nach dem Rücktritt der Präsidentin betrifft mich persönlich nicht. Das ist nicht mein Bereich, die Entscheidung treffen andere, da muss ich meinen Senf nicht dazugeben. Natürlich habe ich dazu eine Meinung die ich aber für mich behalte.“

 

Roxanne Dufter: „Mit den 3.000 bin ich zufrieden, da hat vieles funktioniert und die Zeit war Okay. Die 1.000 bin ich unter dem Motto „Just for Fun“ gelaufen, das hat gepasst. Überhaupt nicht zufrieden bin ich mit den 1.500-Meterrennen. Ich habe nicht den richtigen Schritt gefunden, die Technik hat auch nicht gepasst. Ich hoffe, dass das in den nächsten Rennen besser wird. Gut, dass gleich der Weltcup losgeht, da geht es mir immer besser und ich freue mich drauf.“

 

Joel Dufter: „Ich bin sehr überrascht von meinen 500-Metern gewesen. Der Lauf ist gut gewesen. Über die 1.000 hatte ich keine Power und bin schwach gelaufen. Ich habe keine großen Fehler gemacht, hatte einfach keine Kraft mehr und der Kopf war auch nicht da. Ich bin nicht der Typ der das auf die Krankheit schieben will. Trotzdem bin ich für den Weltcup am Wochenende zuversichtlich.“

 

Anna Ostlender: „Ich bin mit den Ergebnissen und den persönlichen Bestzeiten sehr zufrieden. Das habe ich so nicht erwartet und ich freue mich sehr. Die Vorbereitung ist ab dem Sommer gut gelaufen, zuvor hatte ich eine Verletzung. Später bin ich voll eingestiegen und habe bemerkt, dass es ein gutes Jahr werden kann. Meinen Wechsel damals nach Inzell habe ich nicht bereut. Wir haben mit dem Andreas (Kraus) einen guten Trainer und eine tolle Trainingsgruppe. Die Jungs unterstützen uns und ziehen uns auf schnellen Runden mit. Neben dem Sport klappt es auch mit der Schule perfekt.“

 

Michelle Uhrig: „Ich bin sehr zufrieden und habe alle Normen geschafft. In Bad Endorf bei der Bundespolizei ist alles sauber gelaufen und ich hatte ein perfektes Training mit Erik Bouwman. Das Training war ganz neu mit kurzfristigen Umstellungen. Diesmal war der gesamte Sommer von ihm geplant und abgestimmt. Im Weltcup will ich meine gute Form bestätigen und den Sprung in die A-Gruppe schaffen.“

 

Katja Franzen: Bei der deutschen Meisterschaft war der Leistungsdruck höher, obwohl ich eine Woche zuvor über 500-Meter schon eine persönliche Bestzeit gelaufen bin. Die Nominierung für den Weltcup ist die Kirsche auf der Torte. Im März hat Michael Restner ein Team gegründet und bin daher nach Inzell gewechselt. Im Sommer habe ich in den Niederlanden trainiert wo ich mit meinem Freund wohne. Die Bedingungen in der Max Aicher Arena und im Chiemgau sind perfekt. Hier möchte ich mich in allen Bereichen verbessern. Zunächst werde ich zwei Weltcups bestreiten und dann in Inzell einen weiteren Trainingsblock wohl einlegen.

 

Pino Dufter, Vorsitzender des DEC: Die Meisterschaft international auszuschreiben war ein Erfolg und hat was gebracht. Leider haben wir die Zuschauerzahlen nicht erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Teilweise war das Wetter dazu zu schön. Gefreut hat mich, dass doch einige Gemeinderäte dagewesen sind.

SHu.

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