Mit den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften geht am kommenden Wochenende (30. Oktober bis 1. November) in der noch jungen Eisschnelllauf-Saison der erste Höhepunkt in der Inzeller Max-Aicher-Arena über die Bühne. Dabei steht auch gleich die Qualifikation für den ersten Weltcup-Block. Auch eine Reihe von Sportlern des DEC Inzell will sich auf der Hausbahn für die internationalen Wettkämpfe empfehlen – allen voran die drei Olympia-Teilnehmer Anna Ostlender, Maira Jasch und Gabriel Groß.
Ausflüge in den Profiradrennsport hat Maira Jasch im Sommer hinter sich – und das mit teilweise beachtlichen Erfolgen. Nun hat sie jedoch das Fahrrad mit den Schlittschuhe getauscht. „Ich habe mich sehr auf die Eissaison gefreut, konnte abe auch viel aus den Radrennen lernen“, meint die 21-Jährige. In der aktuellen Eiszeit ist sie bisher zwei Rennen auf den langen Strecken gelaufen. „Ich bin mit den Zeiten zufrieden, darauf kann man aufbauen“, so die Olympia-Achte über 5000 Meter. Zunächst hat für Jasch die Qualifikation für den Weltcup Vorrang.
Mit guten Leistungen im Vorfeld der Meisterschaften hat Völker schon für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Rennen am Wochenende sind für die 22-Jährige von großer Bedeutung – sie will sich zum ersten Mal in ihrer Karriere für den Weltcup qualifizieren. „Ich möchte neben guten Leistungen auch um den Titel kämpfen“, hat sie sich vorgenommen. Deshalb wurde im Sommer intensiv unter der Regie von Claudia Pechstein trainiert. „In Inzell gibt es für mich die besten Trainingsbedingungen. Das merke ich an den aktuellen Läufen über 1500, 3000 und 5000 Meter. Es hat sich bestätigt, dass ich mich in meiner Entwicklung verbessert habe“, erklärte Völker.
Auch Isabel Kraus liebäugelt mir der Weltcup-Quali. „Dazu muss ich die beste Leistung bringen“, weiß die 21-Jährige. „Ich möchte generell Spaß haben und mein Potenzial zeigen. Jedoch habe ich mir kürzlich eine Adduktorenzerrung zugezogen, so dass ich jetzt noch ein wenig aufpassen muss“, berichtet Kraus. Das Training in der warmen Jahreszeit verlief eigentlich völlig normal, allerdings nur bis zum Sommereis in Inzell. „Ich konnte bis dahin mehr trainieren als die Jahre zuvor, dann hatte ich ein wenig Komplikationen mit dem Knie. Aber jetzt ist wieder alles super, ich bin guter Dinge“, freut sich Isabel Kraus.
Für Josephine Heimerl sind die deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften der Auftakt zu einer möglichst erfolgreichen Saison. So will die 26-Jährige persönliche Bestzeiten und damit aufs Podest laufen. „Vor allem die 1000 und 1500 Meter stehen bei mir im Fokus“, verrät sie. „Die Sommer-Vorbereitung ist gut gelaufen, ich bin auf jeden Fall in guter Form.“ Sie freue sich, „dass die Wettkampfsaison jetzt wieder losgeht – natürlich bin ich ein bisschen nervös“. DEC-Abteilungsleiterin Heike Kogler zeigt sich ebenfalls zuversichtlich: „Ich hoffe, alle sind fit, haben gut trainiert und sind motiviert, zu Hause zu starten.“ Vor allem auf den Mittel- und Langstrecken erwarte sie wieder „spannende Rennen“. Podestplätze seien auf fast allen Distanzen drin, „und der eine oder andere Meistertitel dürfte machbar sein“.
Der Zeitplan
Freitag, 30. Oktober: 17 Uhr: Damen: 2 x 500m und 3000m; Herren: 2 x 500m und 5000m
Samstag, 31. Oktober: 13 Uhr: Damen und Herren: 1500m
Sonntag, 1. November: 10 Uhr: Damen: 1000m und 5000m; Herren: 1000m und 10 000m





