Zuvor hatten die Langstrecklerin des DEC mit guten Ergebnissen aufgewartet. Maira Jasch belegte in Hamar nach ihrem Aufstieg in die A-Gruppe über 3000 Meter den 14. Platz. Sie war damit zweitschnellste Deutsche hinter Josie Hofmann (Erfurt). Zudem sicherte sie sich die »halbe« Olympia-Norm. »Sie hat sich wirklich in den Top 15 etabliert, das ist ein gutes Zeichen«, lobt Kogler.
Gabriel Groß wurde Vierter der B-Gruppe über 5000 Meter. Mit 6:18,92 Minuten war er zweitschnellster Deutscher hinter Fridtjof Petzold (Crimmitschau/ 6:17,05), der Elfter der A-Gruppe wurde. »Das war ein richtig starker Lauf von ihm. Zudem war er als Ersatz für das Teamrennen nominiert«, weiß die DEC-Abteilungsleiterin. Ob Groß – der ebenfalls schon die »halbe Norm« erfüllt hat und beim Saisonauftakt in Salt Lake City (USA) als Dritter der B-Gruppe einen deutschen Rekord über 5000 m gelaufen war – und Jasch es zu den Olympischen Spielen 2026 schaffen, ist noch ungewiss. Entscheidend ist die Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), die im Januar 2026 erfolgt.
Mehrere Heimsiege beim Deutschland-Cup
Beim Deutschland-Cup in der Inzeller Max-Aicher-Arena waren 187 Aktive aus sieben Nationen am Start. Dabei gab es mehrere Heimsiege für den DEC Inzell.
Über 1500 Meter verwies Isabel Kraus (2:01,77 Minuten) die Konkurrenz auf die Plätze. »Das war richtig gut«, hebt Kogler hervor. Zweite wurde DEC-Läuferin Ashley Völker (2:01,89/persönliche Bestzeit) vor Alexandra Sauer (Berlin/2:02,43/PB). Sechste wurde Julia Geutner (2:04,28) vom DEC. Gut präsentierte sich hier auch die junge DEC-Läuferin Emma Engelhardt (2:23,17/PB).
Über 3000 Meter wurde Völker (4:13,90) ihrer Favoritenrolle gerecht. Geutner (4:17,08) wurde Dritte, Kraus (4:29,30) Elfte. Die DEC-Langstrecklerinnen nahmen auch die 5000 m in Angriff. Hier gewann Völker (7:19,56) vor Geutner (7:26,56) – beide liefen persönliche Bestzeit. »Das ist ein gutes Training für die Wettkampfhärte. Dadurch, dass sie in der Vorbereitung viel zusammenarbeiten, pushen sie sich gegenseitig«, berichtet die Abteilungsleiterin.
Im Massenstart hatte Julia Geutner um vier Zehntelsekunden das bessere Ende für sich. Völker hatte als Zweite gut eine halbe Sekunde Vorsprung auf die drittplatzierte Melissa Schäfer.
In beiden Sprints über 500 m lag Alexandra Sauer vorn. Im ersten gewann sie zeitgleich mit der Spanierin Ona Rodriguez Cornejo (je 39,60), Kraus (41,08/PB) wurde Vierte. Im zweiten 500-m-Lauf kam die in Inzell trainierende Uljana Khochina (Ukraine) auf den 12. Platz. Über 1000 m gewann Rodriguez Cornejo vor Sauer sowie Kraus. Einige bewährte Kräfte des DEC fielen übrigens krankheitsbedingt aus. Das galt für Josephine Heimerl, Leia Behlau und Emilia Hopf.
Lob für Mayrhofer und Motschmann
Bei den Männern »haben sich Felix Motschmann und Dominik Mayrhofer gut verkauft. Sie haben im Sprintbereich zum Teil sogar persönliche Bestzeiten aufgestellt«, lobt Kogler. Aus den jüngeren Jahrgängen gefiel vor allem Maximilian Patz über die 1500 Meter (1:52,88 Minuten/PB). »Damit hat er sich zum Kandidaten für die Junioren-WM gemacht«, weiß Kogler. Diese JWM findet vom 27. Februar bis zum 2. März 2026 in Inzell statt. Für Leo Huber »liefen die 1500 Meter nicht ganz nach Wunsch. Aber es war jetzt auch sein drittes Wettkampf-Wochenende hintereinander.«
Jetzt haben alle Aktiven des DEC kurz Zeit zum Durchschnaufen und Energie tanken. Zudem ist eine Art Neuaufbau für die zweite Saisonhälfte möglich. Für die »Großen« steht allerdings schon Anfang Januar die deutsche EM-Qualifikation für die Titelkämpfe in Tomaszow Mazowiecki (Polen/9. bis 11. Januar) auf dem Programm sowie die Qualifikation für den Erwachsenen-Weltcup in der Inzeller Max-Aicher-Arena (23. bis 25. Januar 2026).
Junioren als Helfer beim Weltcup in Inzell
Für die Junioren »geht es erst im Februar richtig los. Denn den Deutschland-Cup in Chemnitz (24./25. Januar) »besetzen wir nicht mit unseren Sportlern. Die brauchen wir hier als Helfer für den Weltcup«, betont Kogler. Die Deutschen Meisterschaften der A- bis C-Junioren in Erfurt (13. bis 15. Februar) dienen dafür als Qualifikation für die Junioren-WM und das Viking Race. Auch hier möchten sich die Inzeller gut präsentieren.
Beim Deutschland-Cup in der Max-Aicher-Arena gab es viel zu tun. Der Weltcup im Januar 2026 wird dennoch eine »andere Hausnummer«. Das Feld ist größer, und es gibt zahlreiche Vorgaben des Weltverbands ISU. Günstig ist aber, dass »sich die ISU da um die ganze Elektronik kümmert. Dann können sich unsere Eismeister, die beim Deutschland-Cup auch in dieser Hinsicht gefordert waren, ganz aufs Eis konzentrieren«, so Kogler. »Wir haben insgesamt ein eingespieltes Team, das ist auch ein Höhepunkt für alle«, zeigt sie sich voller Vorfreude. Die sportlichen Leistungen von Jasch, Groß und Ostlender haben diese Vorfreude sogar noch weiter geschürt … who





