DEC Inzell » DEC-Eisschnellläuferinnen gelingt perfekter Weltcup-Auftakt

Den Eisschnelllauf-Weltcup in der Max-Aicher-Arena hat am Freitagnachmittag ein Inzeller Duo eröffnet: Josephine Heimerl und Katja Franzen gingen in der B-Gruppe über 500 Meter als erste aufs schnelle Eis – und beide durften sich am Ende mit neuen persönlichen Saisonbestleistungen über diese Strecke über einen äußerst gelungenen Start in den Heim-Weltcup freuen! In Inzell geht es jetzt heute und morgen mit dem fünften und letzten Weltcup dieser Saison weiter, danach reisen viele der Athleten zu den Olympischen Winterspielen nach Italien.

Beim Sieg von Isabel Grevelt aus den Niederlanden (37,83 Sekunden) landete Franzen in 39,60 Sekunden auf dem 16. Platz und Heimerl wurde in 39,96 Sekunden Neunzehnte. »Das erste Rennen war spannend«, erzählte Heimerl unserer Sportredaktion. »Vor dem ersten Rennen ist immer so ein bisschen eine Anspannung da, weil man erstmal in den Wettkampf reinkommen muss«, betonte die DEC-Eisschnellläuferin. »Aber jetzt ist der Anfang gemacht und es war auch eine persönliche Saisonbestleistung von mir über diese Strecke.« Das wolle sie jetzt mitnehmen. Heimerl startet am heutigen Samstag über die 1000 Meter (9 Uhr) und am morgigen Sonntag (14 Uhr) nochmals über die 500 Meter. »Da greife ich dann nochmals an«, kündigte die 25-Jährige an. Sie freue sich jedenfalls sehr auf die weiteren Rennen. »Weil die Stimmung bei einem Weltcup schon besonders ist«, sagte sie. »Da sind viele Zuschauer, Presse und vor allem auch viele Freunde und die Familie da – und das hilft natürlich auch immer.«

Ähnlich ging es Katja Franzen, die in Inzell ihren ersten Weltcup seit der Saison 2022/23 gelaufen ist. »Freunde und Familie sind hier, das fühlt sich alles vertraut an und dadurch läuft man auch ein bisschen schneller, weil es wie zu Hause ist und man die Nerven vielleicht auch besser unter Kontrolle hat«, sagte die 36-Jährige mit Blick auf ihre 39,60 Sekunden. »Das war eine dicke Saisonbestzeit, für den Anfang bin ich also zufrieden.«

Franzen startet ebenfalls heute über die 1000 und am Sonntag erneut über 500 Meter. Ihr Ziel ist dabei vor allem, die »Technik auch im Weltcup richtig umzusetzen, dann muss auch die Zeit kommen«. Schließlich habe sie im Training zuletzt »viel an der Technik gearbeitet«.

Das ist auch ein Schwerpunkt für den Rest der Saison, weil sie sich nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert hat: »Wir arbeiten weiter«, erklärte Franzen. »Ich trainiere seit Mai in Kanada in Calgary mit dem Team von Bart Schouten und wir haben technisch viel verändert, viele Anpassungen gemacht.«

Wie gut diese wirken, soll sich nicht nur dieses Wochenende in Inzell zeigen, sondern auch Ende der Saison beim Oval Finale in Calgary. Da werden »wir noch mal einen letzten Messmoment haben, um zu gucken, ob wir die Saisonziele dann erreicht haben«.

Auch Anna Ostlender vom DEC Inzell genoss ihren Start beim Heim-Weltcup. Für die 23-Jährige ging es am Freitag über 1500 Meter los. Die Inzellerin durfte sich beim Sieg von Arina Iljatschsehenko (Kasachstan/1:55,95 Minuten) in 1:57,49 Minuten über einen fünften Platz und eine neue persönliche Bestleistung über diese Strecke freuen. »Ich bin ohne Erwartungen in das Rennen gegangen, weil es jetzt wirklich auch nochmals eine harte Trainingswoche für mich war«, sagte Ostlender. »Ich bin befreit gelaufen und es war ganz cool, meine Familie und meine Freunde zu sehen.«

Was ihr half: »Ich kenne das Eis in- und auswendig.« Sie konnte damit auch Selbstvertrauen für das Rennen am heutigen Samstag über die 1000 Meter sammeln. »Das ist für mich die wichtigste Strecke.«

Auf Anna Ostlender wartet in wenigen Wochen dann das nächste Highlight: Sie darf zu den Olympischen Winterspielen. »Das ist noch so ein wenig surreal.« Denn es hieß, dass »es nur geringe Chancen für mich gibt«. So will sie »jetzt erst einmal hier den Weltcup machen und alles andere will ich danach genießen«. jom/SB

Quelle: Traunsteiner Tagblatt